Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Kolonkontrasteinlauf

1 Definition

Der Kolonkontrasteinlauf ist ein radiologisches Verfahren zur Untersuchung des Kolons, das mit einem Kontrastmittel durchgeführt wird. Es ist in der Klinik weitgehend durch endoskopische Techniken (Koloskopie) und andere bildgebende Verfahren ersetzt worden.

2 Technik

Beim Kolonkontrasteinlauf wird eine Bariumsulfat-Suspension oder ein wasserlösliches Kontrastmittel über eine Sonde bzw. ein Darmrohr in das Rektum bzw. den Dickdarm eingebracht. Durch mehrfache Umlagerung wird das Kontrastmittel im Kolon verteilt und macht so die normalerweise nicht schattengebenden Darmkonturen im Röntgenbild sichtbar. Zusätzlich kann Luft eingeblasen werden, um einen Doppelkontrast zu erzielen.

3 Indikation

  • Darstellung stark entzündeter oder stenosierter Darmabschnitte, die mit anderen Methoden nicht ausreichend dargestellt werden können
  • Verdacht auf entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

4 Kontraindikationen

Ein Kolonkontrasteinlauf mit Bariumsulfat darf nicht durchgeführt werden bei

Relative Kontraindikationen sind eine frische ischämische Kolitis, der Verdacht auf Fistel oder Abszess oder der Verdacht auf eine floride Divertikulitis. Das gleiche gilt für Motilitätsstörungen des Kolons bei chronischem Abführmittelabusus.

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