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Klavikulafraktur

Synonyme: Claviculafraktur, Schlüsselbeinfraktur, Schlüsselbeinbruch

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Die Klavikulafraktur ist ein Knochenbruch (Fraktur) des Schlüsselbeins (Clavicula). Sie gehört zu den häufigsten Frakturen des Menschen.

2 Ursachen

Die Klavikulafraktur entsteht entweder

  • direkt durch eine relativ geringe Gewalteinwirkung (Schlag, Stoß, Gurtverletzung bei Autounfall) auf das Schlüsselbein, oder
  • indirekt durch einen Sturz auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm mit Rotation.

In der Regel (70-80% der Fälle) bricht das mittlere Drittel der Clavicula. Das laterale und mediale Drittel sind seltener betroffen.

2.1 Klavikulafraktur als Geburtstrauma

Die Klavikulafraktur ist das häufigste Geburtstrauma. Unter der Geburt kommt es insbesondere bei erschwerter Entwicklung der Schulter (z.B. bei Schulterdystokie) zu Klavikulafrakturen. Diese heilen in der Regel unter konservativer Therapie erfolgreich ab.

3 Klinik

Bei der Klavikulafraktur sind klinisch zu erheben:

In seltenen Fällen kommt es im Rahmen einer Klavikulafraktur zu Begleitverletzungen von Nerven (Plexus brachialis) und Gefäßen (Arteria subclavia).

4 Diagnostik

Die Diagnose einer Klavikulafraktur wird mithilfe von Röntgenaufnahmen gesichert. Hierzu werden Aufnahmen der Schulter und Clavicula in a.p.-Projektion und tangentiale Aufnahmen der Clavicula angefertigt.

Es werden instabile, dislozierte und Frakturen mit Gelenkbeteiligung von stabilen Frakturen ohne Gelenkbeteiligung unterschieden.

5 Therapie

In der Mehrzahl der Fälle erfolgt eine konservative Therapie mit Anlage eines Rucksackverbandes. Dieser wird nach Anlage in der ersten Woche täglich kontrolliert und bei Bedarf nachgezogen. Jedoch ist hierbei stets eine Kompression von Nerven und Gefäßen zu vermeiden.

Der Rucksackverband wird in der Regel 3-4 Wochen belassen, bei Kindern kürzer. Wichtig ist eine frühe Schultermobilisation, d.h. die Schulter wird mobilisiert, soweit die Schmerzen zumutbar sind.

Eine operative Therapie der Klavikulafraktur ist immer bei dislozierten Frakturen mit Gefahr einer Durchspießung angezeigt. Dabei erfolgt meist eine kombinierte Plattenosteosynthese mit Zugschraubenosteosynthese.

6 Komplikationen

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Emrah Hircin schreibt seit dem 13.08.2004 im Flexikon, hat bereits 1596 neue Artikel publiziert und 5932 Artikeldetails verbessert.

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