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Kernpore

von lateinisch: porus - Öffnung

1 Definition

Kernporen sind Strukturen in der Zellkernmembran von eukaryotischen Zellen.

2 Hintergrund

Bei den Kernporen handelt sich nicht um einfache "Löcher" in der Kernhülle, sondern um kompliziert gebaute Kanäle von etwa 60-100 nm Durchmesser. Sie ermöglichen den kontrollierten Stoffaustausch zwischen dem Kerninnenraum und dem Zytoplasma. Sie fungieren also als "Tore" für den Zellkern. Beispielsweise gibt es in der Kernhülle einer Wirbeltierzelle ca. 2.000 Poren. Bei einer erhöhten Transkriptionsrate, z.B. bei Zellen, die viele Proteine produzieren, ist auch die Zahl der Kernporen erhöht.

Die Kernporen sind so konzipiert, dass Moleküle ab einer bestimmten Molekülmasse nicht ins Kerninnere gelangen können. Eine Pore wird von einem Ring von 8 Untereinheiten eingefasst, die mit einen speichenartigen Fortsatz in die Pore hineinragen. Im Zentrum sitzt dann ein "Stopfen", der den Stofftransport kontrolliert. Die Pore hat einen Innendurchmesser von 10 nm und kann sich bis zu 26 nm aufdehnen. Durch die Kernporen werden hauptsächlich RNA-Moleküle für den Ribosomen-Aufbau vom Inneren eines Zellkerns ins Zytoplasma transportiert. Gleichzeitig gelangen auch die für den Zellkern wichtigen Proteine, die im Zytoplasma synthetisiert werden, durch die Kernporen ins Karyoplasma.

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Fachgebiete: Biologie

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