Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Intrakranielle Druckmessung

Synonyme: ICP-Messung, Hirndruckmessung
Englisch: intracranial pressure monitoring

1 Definition

Als interkranielle Druckmessung bezeichnet man ein invasives Verfahren zur Bestimmung des innerhalb des Schädels herrschenden Druckes (ICP).

2 Indikation

Eine Indikation zur Hirndrucküberwachung besteht bei:

3 Pathologischer Hintergrund

Aufgrund des geringen Ausdehnungsvermögens des Gehirns durch die knöcherne Begrenzung und Kompartimentierung des Schädels, sowie die geringe kompensatorische Liquorverdrängung besteht die Gefahr der pathologischen Verdrängung des Hirnparenchyms mit:

4 Durchführung

Die Messung erfolgt über eine Sonde, die nach Bohrlochtrepanation des Schädels:

platziert wird.

Zur intraparenchymatösen und intraventrikulären Druckmessung werden verschiedene Systeme mit flüssigkeits- (Liquor; sterile, isotone Kochsalzlösung) oder luftgefülltem Katheter angeboten, die mit einem in den Überwachungsmonitor integrierten oder externen Druckwandler (Transducer) verbunden sind.

Subdurale Messungen erfolgen durch Katheter oder in die Schädelkalotte einschraubbaren Hohlschrauben.

Die Darstellung des ICP erfolgt über eine vom Monitor dargestellte Druckkurve.

5 Vor- und Nachteile verschiedener Messverfahren

Aufgrund der Messungenauigkeit subduraler Messungen findet diese Art der ICP- Messung nur noch selten Anwendung. Liquorgefüllte Ventrikeldrainagen bieten die Möglichkeit der Liquorableitung zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken.

6 Hirndruckwerte

Die Interpretation der Werte erfolgt gemäß untenstehender Tabelle:

Druck in mmHg Beurteilung
0- 10 physiologisch
15- 19 leicht erhöht
20- 29 mittelgradig erhöht
30- 39 stark erhöht
>40 sehr stark erhöht

7 Komplikationen

Aufgrund der Invasivität des Verfahrens besteht eine hohe Komplikationsdichte hinsichtlich Infektionen. Seltener kommt es zu irreversiblen Parenchymschäden mit zentralnervösen Ausfällen und Hirnblutungen bei Anlage der Sonde.

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