Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Inhalationstherapie

1 Definition

Unter einer Inhalationstherapie versteht man eine Behandlungsform, wo es um die topische Verabreichung (Applikation) von Medikamenten zur Therapie von Atemwegserkrankungen geht.

2 Vorteile der Inhalationstherapie

Die Vorteile der Inhalationstherapie bestehen zum einen in einer besseren lokalen Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, das Medikament kommt in höherer Dosis am Zielort an und kann dort seine Wirkung optimaler entfalten. Die Wirkung wird somit stärker. Zudem setzt die Wirkung zeitiger ein.

Ein weiterer Vorteil der Inhalationstherapie ist, dass die Medikamente aufgrund oben beschriebener besser Bioverfügbarkeit in niedrigerer Dosierung verabreicht werden müssen. Und eine Reduktion (Erniedrigung) der Dosis eines Medikamentes bedeutet auch immer eine Reduktion (Verminderung) der Nebenwirkungen.

3 Vorausssetzung zur Inhalationstherapie

Voraussetzungen richten sich zum einen an das Medikament und zum anderen an die richtige Inhalationstechnik. Es muss klar sein, je nach Art der Inhalationstechnik und des Applikationssystems, wie inhaliert werden muss. Ein Großteil des Medikamentes wird immer oropharyngeal abgelagert bzw. gelangt durch Verschlucken in den Gastrointestinaltrakt. Hier muss die Wirkung des Medikamentes ebenfalls verifizierbar sein und sollte sich in kleinem Rahmen halten.

Weitere Anforderungen an das Medikament bzw. den Wirkstoff bestimmen die Partikelgröße. Nur wenn der Wirkstoff eine bestimmte Größe hat, eignet er sich zur Inhalation. Des weiteren kann die Partikelgröße des Wirkstoffes bestimmen, in welche Abschnitte des Atemtraktes das Medikament vordringen kann. So landen Partikel mit einer Größe von kleiner 0,5 Mykrometer auch in den Alveolen, während Partikel mit einer Größe von 10 Mykrometern nur bis in die Bronchien vordringen können.

4 Arten von Applikationssystemen

Als Applikationssysteme stehen die offene Dampfinhalation, geschlossene Inhalationssysteme mit einem Mundstück, Inhalationsmasken, Endotrachealtuben und Inhalationshilfen, die sogenannten Spacer, zur Verfügung.

Neben diesen allgemeinen Systemen kommen speziellere Systeme zum Einsatz, die mit obigen Systemen oft kombiniert werden. Hierbei handelt es sich um Dosieraerosole (atemzuggetriggerte Dosieraerosole oder Aerosolkammern), Düsenvernebler, Ultraschallvernebler, die Pulverinhalationssysteme, Überdruckinhalationssysteme und Wasserdampfinhalationssysteme.

Die Wirkstoffdeposition im Bronchialsystem wird durch die korrekte Anwendung der Inhalationssysteme entscheidend beeinflusst. Dabei ist zu berücksichtigen, dass für die verschiedenen Inhalationssysteme unterschiedliche Inhalationstechniken und Atemmanöver als optimal anzusehen sind:

  • Dosieraerosol ohne Spacer: Ein langsamer tiefer Atemzug (dann Atem anhalten).
  • Dosieraerosol mit Spacer: Langsame tiefe Inspiration über mehrere Atemzüge (dann Atem anhalten).
  • Pulverinhalator: Rasche tiefe Inspiration (dann Atem anhalten).
  • Vernebler: Langsame tiefe Inspiration, normale Exspiration.

5 Indikation

6 Kontraindikation

  • Unverträglichkeitsreaktionen wie Husten, Bronchospasmus oder weitere allergische Reaktionen
  • Unfähigkeit des Patienten entsprechend mitzuarbeiten. Hier ist ein entsprechendes System zu wählen. So sind Inhalationshilfen insbesondere bei Kinder und alten Menschen angeraten, um eine optimale Wirkung der Inhalationstherapie sicher zu stellen.

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