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Hypermobilitätssyndrom

1 Definition

Bei einem Hypermobilitätssyndrom handelt es sich um eine ungewöhnlich starke Flexibilität der Gelenke. Rund 20% aller Kinder sind von dem Hypermobilitätssyndrom betroffen, wobei es bei Frauen häufiger vorkommt als bei Männern.

2 Ursachen

Die Ursachen für das Hypermobilitätssyndrom sind nicht ganz geklärt, allerdings handelt es sich um keine genetisch vererbbare Erkrankung. Nicht nur die Gelenke, sondern auch Sehnen, Muskeln, Weichteile und die Haut können betroffen sein.

3 Symptome

Durch die Überbeweglichkeit der Gelenke kommt es zu einer größeren Belastung, was mit starken Schmerzen einhergeht. Diese verschlimmern sich gegen Ende des Tages, da bis dahin die Gelenke oft maximal belastet wurden. Im Rahmen von sportlichen Tätigkeiten treten die Schmerzen besonders häufig auf. Oft sind folgende Hypermobilitäten zu beobachten:

4 Diagnose

Beim Hypermobilitätssyndrom handelt es sich um eine Überstreckbarkeit aller Gelenke, und nicht nur einzelner Gruppierungen, die sich zum Beispiel durch die Ausübung bestimmter Sportarten entwickeln. Im Rahmen einer Anamnese und eines Tests lässt sich die Diagnose eines Hypermobilitätssyndroms stellen. Diese ist von einem angeborenen Kollagendefekt, wie er zum Beispiel beim Ehlers-Danlos-Syndrom oder Marfan-Syndrom vorliegt, abzugrenzen.

5 Therapie

Primär sollte die Überextension der Gelenke vermieden werden, wodurch auch die Schmerzen reduziert werden können. Dies erreicht man mit Hilfe von Binden oder Ledermanschetten, die um die Gelenke gelegt werden, um sie dadurch an einer Überstreckung zu hindern.

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