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Hydrophobe Wechselwirkung

Synonyme: hydrophobe Efekt, hydrophobe Kraft
Englisch: hydrophobic effect

1 Definition

Als hydrophobe Wechselwirkung bezeichnet man die Zusammenlagerung von unpolaren Molekülen ( z.B. Benzin, Tetrachlormethan, Wachs, Fett) in einem polaren Medium (z.B. Wasser, Salze).

2 Funktion

Hydrophobe Wechselwirkungen spielen eine Rolle, wenn unpolare Moleküle oder Molekülgruppen in Wasser gelangen. Dabei wird die durch Wasserstoffbrückenbindungen gekennzeichnete Struktur des Wassers gestört. Die verdrängten Wassermoleküle orientieren sich neu, um die maximal mögliche Anzahl an Wasserstoffbrücken aufzubauen. Wenn sich mehrere unpolare Moleküle oder Molekülgruppen sehr eng beieinander zusammenlagern, ist die Störung vergleichsweise gering. Diesen Effekt kann man beobachten, wenn sich in Wasser viele kleine Öltröpfchen zu einem Tropfen vereinigen.

3 Vorkommen

Eine hydrophobe Wechselwirkung ist keine chemische Bindung im eigentlichen Sinn. Es handelt sich hierbei nur nur um einen Entropieeffekt. Die Ursache für die Entropieerhöhung sind polare Wechselwirkungen.

Hydrophobe Wechselwirkungen haben eine vergleichbare Funktion wie die chemische Bindungen und sind am Zusammenhalt der Phospholipide und Proteine in biologischen Membranen (Lipid-Doppelschichten) beteiligt. Außerdem tritt hydrophobe Wechselwirkung bei der Entstehung von Seifenblasen und bei der Proteinfaltung auf.

Um zu bestimmen, ob eine Verbindung unpolar, polar oder sogar eine Ionenbindung ist, verwendet man die Elektronegativitätsdifferenz.

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