Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Herzgeräusch

Englisch: heart murmur

1 Definition

Herzgeräusche sind meist pathologische, d.h. krankhafte, Strömungs- bzw. Klappengeräusche, die vom Herzen ausgehen. Sie stehen damit im Gegensatz zu den normalen physiologischen Herztönen.

2 Pathophysiologie

Ursachen für Herzgeräusche sind in der Regel Defekte der Herzklappen (so genannte Herzklappenfehler) oder Stenosen der angeschlossenen Blutgefäße, die durch die Veränderung der Hämodynamik zu Strömungsgeräuschen führen.

Besonders bei Kindern und Jugendlichen können Herzgeräusche - vor allem bei Anstrengung oder Aufregung - auch physiologisch sein. Man spricht dann von akzidentellen Herzgeräuschen.

3 Einteilung

Man kann Herzgeräusche nach ihrem Auftreten während der verschiedenen Herzaktionen differenzieren. Man unterscheidet:

  • Systolische Herzgeräusche (Systolikum)
  • Diastolische Herzgeräusche (Diastolikum)
  • Sonstige Herzgeräusche (z.B. akzidentelles Herzgeräusch)

4 Charakterisierung von Herzgeräuschen

4.1 Lautstärke

Zur genaueren Lautstärkedifferenzierung wird eine Sechstelskala verwendet. Dabei gilt:

  • 1/6 - nur mit Mühe bei der Auskultation hörbar
  • 2/6 - leise, jedoch bei Auskultation immer hörbar
  • 3/6 - laut, jedoch ohne Schwirren
  • 4/6 - lautes Geräusch mit Schwirren
  • 5/6 - hörbares Geräusch auch ohne vollständiges Auflegen des Stethoskops
  • 6/6 - ohne Stethoskop hörbares maximal lautes Geräusch

4.2 Punctum maximum

Die Auskultationsstelle, an der ein Herzgeräusch am lautesten und deutlichsten zu hören ist, wird als das Punctum maximum bezeichnet.

4.3 Fortleitung

Sind am Herzen hörbare Geräusche auch über anderen Gefäßen bzw. Körperregionen zu hören, spricht man von einer Fortleitung, beispielsweise wird das Geräusch einer Aortenstenose in die Arteria carotis communis fortgeleitet.

4.4 Geräuschentwicklung

Die Geräuschentwicklung mit Leiserwerden, Lauterwerden oder gleichbleibender Lautstärke wird bei der genauen Dokumentation mit berücksichtigt. Gängige Beschreibungen sind:

  • spindelförmig - Geräusch fängt leise an, erreicht ein Maximum und wird zum Ende leiser
  • bandförmig - die Lautstärke des Geräusches ist durchgehend gleich
  • crescendoform - ein zunächst leiseres Geräusch wird lauter
  • decrescendoform - ein zunächst lauteres Geräusch wird leiser

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