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Schwerhörigkeit

(Weitergeleitet von Hörminderung)

Synonyme: Hypakusis, Hörminderung, Hörstörung, Hörschaden

1 Definition

Als Schwerhörigkeit bezeichnet man die Minderung des Hörvermögens als Abweichung von der Normalhörigkeit.

2 Hintergrund

Schwerhörigkeit kann angeboren oder erworben sein. Sie kann mit fortschreitendem Alter zunehmen. Ihre Ausprägung kann geringfügig bis gravierend sein. Im Extremfall führt sie zur Gehörlosigkeit (Taubheit, Ertaubung, Surditas). Leichte Formen verlaufen dagegen häufig unbemerkt.

3 Einteilung

Man unterscheidet:

4 Ursachen


5 Diagnose

Die diagnostischen Maßnahmen dienen sowohl der Ursachenidentifizierung als auch der Bestimmung des Schweregrads der Schwerhörigkeit (s.a. Hörprüfungen).

Neben diesen spezifischen HNO-ärztlichen Verfahren spielt die Bildgebung eine große Rolle , z.B. die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT).

6 Therapie

Die Therapie der Schwerhörigkeit ist abhängig von der Art der Schwerhörigkeit und der auslösenden Ursache.

Bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit kommen medikamentöse (z.B. Antibiotika) und bei Schalleitungsschwerhörigkeiten operative Verfahren (u.a. Parazentese, Tympanoplastik, Stapesplastik) in Betracht. Bei Versagen dieser Verfahren erfolgt die Versorgung mit einem Hörgerät.

Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit lässt sich meistens weder medikamentös noch durch eine operative Korrektur beeinflussen, da die Sinneszellen im Innenohr irreparabel geschädigt sind. Die Wahrnehmungsverluste können jedoch teilweise durch Anpassung eines Hörgeräts kompensiert werden. Bei völliger Ertaubung kann ein Hirnstammimplantat, ein Cochleaimplantat oder ein aktives Mittelohrimplantat wieder ein Hören ermöglichen.

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