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Gestörte Glukosetoleranz

Synonym: Pathologische Glukosetoleranz
Englisch: impaired glucose tolerance, IGT

1 Definition

Von einer gestörten Glukosetoleranz spricht man, wenn nach oraler Aufnahme von Kohlenhydraten (z.B. nach einer Mahlzeit) die Blutzuckerwerte eines Patienten gegenüber einem gesunden Vergleichskollektiv erhöht sind.

2 Hintergrund

Die gestörte Glukosetoleranz stellt ein larviertes "Vorstadium" eines Diabetes mellitus dar, den so genannten Prädiabetes. Um ihn zu diagnostizieren, wird der Nüchternblutzucker gemessen und/oder ein oraler Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt. Dabei muss der Patient eine definierte Menge Glukose zu sich nehmen. Anschließend wird mehrmals der Blutzucker gemessen.

Eine gestörte Glukosetoleranz liegt bei folgenden Blutzuckerwerten vor:

  • Nüchternblutzucker: zwischen 5,6 und 6,9 mmol/l (100-125 mg/dl)
  • 2-Stunden-Glukosewert: zwischen 7,8 und 11,1 mmol/l (140-200 mg/dl)

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