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Geröllzyste

Synonyme: Detrituszyste, Trümmerzyste

1 Definition

Geröllzysten sind die Folge einer subchondralen Knochenschädigung im Gelenk. Es handelt sich um mit Nekrosen, Bindegewebe und Flüssigkeit gefüllte Aussparungen der Knochensubstanz bis in den Markraum. Da sie nicht mit Epithel ausgekleidet sind, gehören sie zu den Pseudozysten.

Geröllzysten sind röntgenologische Zeichen einer fortgeschrittenen Arthrose.

2 Pathogenese

Geröllzysten können durch wiederholte, akute Gelenktraumen oder eine Arthrose entstehen. Im Rahmen von Arthrosen führt die fortschreitende Knorpeldestruktion im Gelenk zu einem ungedämpften Kontakt benachbarter Knochenflächen. Das daraufhin einsetzende appositionelle Knochenwachstum und wiederholte Mikrotraumen verursachen aseptische Knochennekrosen, die sich im Röntgenbild als subchondrale Knochendefekte präsentieren.

Geröllzysten treten meist multipel auf und können einen Durchmesser von 10 Millimetern und mehr erreichen. Sie liegen typischerweise in der Belastungszone des Gelenks und weisen eine Randsklerose auf.

Tags:

Fachgebiete: Orthopädie, Radiologie

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