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Ganglion pterygopalatinum

Synonyme: Flügelgaumenganglion, Ganglion sphenopalatinum (obsolet)
Englisch: pterygopalatine ganglion

1 Definition

Das Ganglion pterygopalatinum ist ein parasympathisches Ganglion, das sich in der gleichnamigen Fossa pterygopalatina an der Schädelbasis befindet.

2 Anatomie

2.1 Topografie

Das Ganglion pterygopalatinum steht anatomisch-topografisch mit folgenden Strukturen in enger räumlicher Beziehung:

2.2 Fasern

Durch das Ganglion pterygopalatinum ziehen sensible, sympathische und parasympathische Fasern, wobei nur letztere im Ganglion verschaltet werden. Für die sensiblen und sympathischen Fasern ist das Ganglion nur eine Durchgangsstation.

2.2.1 Parasympathische Fasern

Die parasympathischen Fasern gehören zu Nervenzellen des Nucleus salivatorius superior. Sie spalten sich im Ganglion geniculatum vom Nervus facialis (Nervus VII) ab. Sie ziehen mit dem Nervus petrosus major und dem Nervus canalis pterygoidei zum Ganglion pterygopalatinum, wo sie auf das postganglionäre Neuron verschaltet werden. Von hier aus gelangen sie vor allem über Äste des Nervus maxillaris zu ihren Erfolgsorganen, nämlich

2.2.2 Sensible Fasern

Das Ganglion erhält über die Rami ganglionares sensible Fasern aus dem Nervus maxillaris, die unverschaltet durch das Ganglion ziehen. Sie enthalten Afferenzen aus der Nasen-, Gaumen- und Rachenschleimhaut, die über die oben genannten Äste des Nervus maxillaris zum Ganglion gelangen.

2.2.3 Sympathische Fasern

Die sympathischen Fasern des Ganglion pterygopalatinum sind postganglionär und stammen aus dem Ganglion cervicale superius, vom dem sie über den Plexus caroticus internus, den Nervus petrosus profundus und schließlich den Nervus canalis pterygoidei hierher gelangen. Sie ziehen unverschaltet zur Tränendrüse.

3 Klinik

3.1 Blockade des Ganglions

In einigen Fällen (z.B. bei Cluster-Kopfschmerz) kann therapeutisch eine Blockade des Ganglions mittels Injektion eines Lokalanästhetikums durchgeführt werden.

Fachgebiete: Kopf und Hals

Nervus naso palatinus ist rein sensibel und kein parasympatischer Ast
#1 am 29.01.2016 von Marcelo Hernan Zimmt (Student der Humanmedizin)

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