Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Fetale Inklusion

Synonyme: Inclusio fetalis, Fetus in fetu, fälschlich auch Foetus in foeto
Englisch: fetus in fetu

1 Definition

Die Bezeichnung Fetale Inklusion beschreibt ein sehr seltenes entwicklungsbiologisches Phänomen, in dessen Rahmen es zur Entwicklung von Zwillingen im Mutterleib kommt, wobei ein Fötus durch den Anderen einverleibt wird. Das von Siamesischen Zwillingen bekannte Aneinander wachsen bleibt hier vollkommen aus.

2 Vorkommen

Inclusio fetalis gehört zu den seltensten medizinischen Phänomenen überhaupt. Auf der ganzen Welt sind weniger als 100 Fälle bekannt. Folgende Fälle wurden medial beleuchtet:

  • Indien 1999: Einer 36-jährigen Frau wird ein teilweise bereits ausdifferenzierter Mensch aus dem Bauch operiert
  • Chile 2006, Bangladesh 2005 und Kasachstan 2003: Entfernung von jeweils rund 2 kg schweren Föten aus Kindern zwischen 7 und 16 Jahren
  • Griechenland 2008: Entfernung eines Fötus aus dem Bauch einer Neunjährigen, wobei der Fötus 6 cm lang war und bereits Haare und Augen besaß.

3 Folgen

Extrem selten können im überlebenden Zwilling noch Reste von pluripotenten Stammzellen des anderen Zwillings vorhanden sein und sich an ungewöhnlichen Stellen ausdifferenzieren (z. B. Haare im Bereich der Bauchhöhle). Meistens werden solche untypischen Gewebevorkommen durch Zufallsbefunde oder aufgrund von unspezifischen Beschwerden der Patienten gefunden

4 Trivia

Es erfolgt eine künstlerische Aufarbeitung und Betrachtung der fetalen Inklusion im Roman von Stephen King „Stark – The Dark Half“.

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Fachgebiete: Biologie

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