Esmolol
Handelsnamen: Brevibloc u.a.
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1 Definition [bearbeiten]
Esmolol gehört zur Gruppe der kurzwirksamen Betablocker und Antiarrhythmika der Klasse II. Esmolol ist bei verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen indiziert.
2 Indikationen [bearbeiten]
Aufgrund der sehr kurzen Wirkzeit von Esmolol, wird es meistens zu diagnostischen Zwecken oder als Prophylaxe gegen Tachykardien (z.B. während eines operativen Eingriffs) verwendet. Auch bei der Aortendissektion ist Esmolol Mittel der Wahl.
3 Allgemeines [bearbeiten]
Esmolol wird intravenös verabreicht. Im Blut liegt der Arzneistoff zu 60% an Plasmaproteine gebunden vor. Die Metabolisierung erfolgt über, sich im Plasma befindende, Esterasen-Hydrolasen. Die durchschnittliche Plasmahalbwertszeit liegt bei neun Minuten. Somit stellt Esmolol den am kürzesten wirksamsten Betablocker dar. Anschließend wird der Wirkstoff hauptsächlich renal eliminiert.
4 Wirkmechanismus [bearbeiten]
Herzfrequenz (Chronotropie), Leitungsgeschwindigkeit (Dromotropie), Kontraktilität des Herzmuskels (Inotropie) und auch die Erregbarkeit des Herzens (Bathmotropie) werden durch eine Blockade von Beta-1-Rezeptoren im Herzen verringert. Die Wirkung der Transmitter Noradrenalin und Adrenalin wird so beeinflusst, dass eine Vasodilatation mit einem damit zusammenhängenden Absinken des Blutdrucks einhergeht.Da Esmolol ein selektiver Betablocker ist, werden pulmonale Beta-2-Rezeptoren nicht inhibiert, wodurch Bronchospasmen nicht auftreten.
5 Unerwünschte Arzneimittelwirkung [bearbeiten]
Durch die kurze Halbwertszeit kommt es nur zu geringen und kurzfristigen Nebenwirkungen wie zur Bradykardie.
6 Kontraindikationen [bearbeiten]
Tags: Antiarrhythmikum, Betablocker, Esmolol
Fachgebiete: Arzneimittel
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