Das Medizinlexikon zum Medmachen

Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Vom 24. September bis 12. August steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Endoskopische Polypektomie

1 Definition

Die endoskopische Polypektomie ist ein Verfahren zur Entfernung von Polypen im Rahmen endoskopischer Untersuchungen des Gastrointestinaltraktes, hauptsächlich im Rahmen einer Koloskopie.

2 Indikation

Bei einer Koloskopie darstellbare Polypen sollten möglichst immer entfernt und einer histologischen Untersuchung zugeführt werden. In den meisten Fällen handelt es sich um kolorektale Adenome.

Prinzipiell werden jedoch auch andere Polypenformen entfernt um eine histologische Diagnose zu ermöglichen (z.B. Hamartome bei Peutz-Jeghers-Syndrom).

3 Vorgehen

Zur endoskopischen Abtragung von Polypen bestehen eine Reihe von technischen Möglichkeiten.

Am häufigsten werden Polypen mit einer Diathermieschlinge abgetragen. Dabei wird der Polyp zunächst mit der Schlinge umschlungen und die Schlinge wird bis zur Basis des Polypen angezogen. Danach erfolgt die Anwendung von Strom. Dabei wird der Polyp gelöst und der Schnittrand durch Wärmeanwendung verödet. Die Bergung des Polypen erfolgt mit der Diathermieschlinge selbst, durch spezielle Greifzangen oder durch Absaugung.

Zur Blutungsprophylaxe kann vor der Entfernung von Polypen die Basis des Polypen mit verdünnter Adrenalinlösung (1:20.000) und/oder Äthoxysklerol unterspritzt werden.

Ist eine Blutstillung durch Unterspritzung und Diathermieanwendung nicht zu erwarten, können weitere Verfahren zur Blutstillung angewendet werden.

  • Bei Polypen mit größeren Gefäßen kommen metallische Gefäßclips zum Einsatz. Mit dem Clip-Applikator wird die Basis des Polypen umschlungen, der Clip wird durch einen Auslösemechanismus festgesetzt und verschliesst Blutgefäße sicher.
  • Beim sogenannten Endo-Loop wird eine Kunststoffschlinge um die Polypenbasis geschlungen. Das Prinzip entspricht dabei einer chirurgischen Ligatur bzw. der Gummibandligatur von Hämorrhoiden.

Bei der Abtragung großer Polypen kann auch Schicht für Schicht vorgegangen werden. Dabei werden nach und nach Scheiben des Polypen abgetragen.

4 Komplikationen

Die wichtigsten Komplikationen der endoskopischen Polypenabtragung sind die Blutung bzw. Nachblutung und die Perforation der Darmwand.

Nachblutungen kommen im Allgemeinen bei unter 2% der Polypektomien vor. Jedoch sind Nachblutungen bei großen Polypen häufiger (etwa 5-7%).

Perforationen sind noch seltener als Nachblutungen und kommen in unter 1 % der Polypektomien vor. Bei Abtragung größerer Polypen steigt die Rate der Perforationen jedoch auch auf 1-2% an.

Zur Erkennung der Komplikationen nach der endoskopischen Polypektomie werden Patienten überwacht. Erfasst werden sollten hierbei:

Bei abdominellen Beschwerden nach der Polypektomie sollte eine Perforation durch eine Abdomenübersichtsaufnahme ausgeschlossen werden.

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicken Sie hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

15 Wertungen (3.4 ø)
Teilen

36.753 Aufrufe

Copyright ©2015 DocCheck Medical Services GmbH
DocCheck folgen: