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Elektrolytstörung

Englisch: electrolyte imbalance

1 Definition

Bei einer Elektrolytstörung liegt in einer oder mehreren Körperflüssigkeiten eine Abweichung von der normalen Elektrolytkonzentration vor, die zu einer Beeinträchtigung der biochemischen und/oder biophysikalischen Abläufe führt.

2 Hintergrund

Elektrolytstörungen können grundsätzlich alle in den verschiedenen Körperflüssigkeiten gelösten Ionen betreffen, am häufigsten Kalium, Natrium, Calcium und Phosphat. Da der Haushalt der einzelnen Elektrolyte miteinander verbunden ist, treten häufig kombinierte Störungen auf.

Die Auswirkungen von Elektrolytstörungen sind sehr variabel und davon abhängig, ob der gesamte Elektrolythaushalt des Körpers betroffen ist, oder lediglich ein lokales Problem vorliegt. Umschriebene Elektrolytstörungen werden z.B. für Fehlfunktionen des Innenohrs verantwortlich gemacht.

Als Folgen systemischer Elektrolytstörungen kommen u.a. in Frage:

Chronisch bestehende Elektrolytstörungen mit langfristig erhöhter Salzausscheidung über die Nieren können darüber hinaus zu einer Nephrolithiasis und anderen Nierenschäden führen.

3 Überblick

Die folgende Tabelle führt die wichtigsten Elektrolytstörungen und ihre jeweilige medizinische Bezeichnung auf.

Elektrolyt Chemisches Zeichen Erhöhte Konzentration Erniedrigte Konzentration
Natrium Na+ Hypernatriämie Hyponatriämie
Kalium K+ Hyperkaliämie Hypokaliämie
Calcium Ca2+ Hyperkalzämie Hypokalzämie
Magnesium Mg2+ Hypermagnesiämie Hypomagnesiämie
Chlorid Cl Hyperchlorämie Hypochlorämie
Bikarbonat HCO3 Alkalose Azidose
Phosphat PO43− Hyperphosphatämie Hypophosphatämie

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