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Eiserne Lunge

Synonyme: Spirophore
Englisch: iron lung

1 Definition

Die Eiserne Lunge war das erste klinische Verfahren, das zur künstlichen Beatmung von Patienten eingesetzt wurde. Es diente vor allem zur Versorgung von Poliomyelitis-Kranken. Die Methode ist heute weitgehend durch die Beatmung via endotrachealer Intubation ersetzt und wird nur noch in speziellen Fällen eingesetzt.

2 Geschichte

Das Verfahren geht auf Woillez und Sauerbruch zurück, der für die Thoraxchirurgie das Unterdruckverfahren entwickelt hat. Das Original einer Eisernen Lunge kann heute noch im Karl-Ludwig-Institut für Physiologie an der Universität in Leipzig betrachtet werden. Hier gab es in den 50er Jahren eine ganze Station mit Eisernen Lungen.

3 Beschreibung

Der Patient liegt mit dem gesamten Körper oder nur dem Rumpf in einem Hohlzylinder. Der Kopf - und damit der Zugang zu den Atemwegen - verbleiben außerhalb des Zylinders. Die normale Atemtätigkeit wird durch rhythmischen Aufbau eines Über - und Unterdruckes innerhalb des Zylinders imitiert. Der Thorax des Patienten bewegt sich durch den Druckwechsel passiv mit: Unterdruck im Zylinder führt zum Einstrom von Luft in die Lungen (Inspiration), Überdruck im Zylinder zum Ausstrom (Exspiration).

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Fachgebiete: Medizingeschichte

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