Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Dezeleration

von lateinisch deceleratio - Abbremsung
Englisch: deceleration

1 Definition

Unter einer Dezeleration versteht man ein Absinken der Herzfrequenz des Fetus. Es handelt sich um einen Begriff aus dem Fachbereich der Geburtshilfe bzw. im weiteren Sinn aus der Gynäkologie. Es existiert eine Reihe von verschiedenen Unterarten der Dezeleration, die je nach Wehentätigkeit weiter unterteilt werden können.

2 Nachweis

Der Vorgang der Dezeleration kann mithilfe eines Pinard-Rohr akustisch nachweisbar gemacht werden. Sichtbar machen kann man diese meist physiologische Reaktion durch eine Kardiotokographie.

3 Unterteilung

In Zusammenhang mit der begleitenden Wehentätigkeit wird die Dezeleration weiter unterteilt. Dies geschieht wie folgt:

3.1 Frühdezeleration (DIP-1)

Eine weitere Bezeichnung für die Frühdezeleration lautet Dip I. Hierbei stellt sich der Verlauf der Dezeleration umgekehrt proportional bzw. spiegelbildlich zu der parallel dazu stattfindenden Wehentätigkeit dar. Konkret bedeutet dies: Am Höhepunkt des Verlaufs der Wehe sinkt die fetale Herzfrequenz maximal ab. Sinkt die Wehentätigkeit im Anschluss an den Höhepunkt wieder ab, steigt die Herzfrequenz des Fetus wieder an. Ursache ist eine mechanische Reizung des Nervus vagus, der durch einen Druck auf den Kopf des Kindes während der Wehe ausgelöst wird. Diese Form der Dezeleration ist harmlos, sofern sie nicht zu oft vorkommt.

3.2 Spätdezeleration (DIP-2)

Hier liegt der Tiefpunkt der Dezeleration nach dem Höhepunkt der Wehen. Ursache ist hier eine Sauerstoffunterversorgung des Fetus. Dies kann Lebensgefahr für das ungeborene Kind bedeuten.

3.3 Variable Dezeleration (Kombination von DIP-1 und DIP-2)

Hier verläuft das Absinken der fetalen Herzfrequenz völlig unabhängig von der Wehentätigkeit der Mutter. Dies kann harmlos sein, kann aber auch ein Hinweis auf eine Nabelschnurumschlingung sein.

Fachgebiete: Geburtshilfe

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