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Deckzelle

1 Definition

Als Deckzellen bezeichnet man die Zellen, welche die oberflächliche Zellschicht des Urothels (Übergangsepithel) der ableitenden Harnwege bilden.

Auch Alveolarepithelzellen vom Typ I werden als Deckzellen bezeichnet.

2 Histologie

Deckzellen sind sehr große, zum Teil zweikernige Epithelzellen mit hellem Zytoplasma, die sich durch eine besondere Widerstandsfähigkeit auszeichnen. In ihrer apikalen Domäne finden sich intrazelluläre Vesikel (Reservevesikel), die bei starker Dehnung des Gewebes an die Oberfläche wandern und mit der Zellmembran fusionieren können. Somit passen sie sich dem Füllungszustand der ableitenden Harnwege an.

Typisch sind außerdem apikale Verdichtungen (Crustae) mit Intermediär- und Aktinfilamenten sowie Uroplakinen, welche die mechanische Stabilität des Urothels bedingen. Zusätzlich finden sich stark ausgeprägte interzelluläre Kontakte (Schlussleistenkomplex), die für eine hohe Wasserundurchlässigkeit sorgen.

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Fachgebiete: Histologie

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