Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Corpus mamillare

von lateinisch: corpus - Körper; mamilla - Brustwarze
Synonyme: Corpus mammillare, Mammillarkörper, Mamillarkörper
Englisch: mammillary body, mamillary bodies

1 Definition

Das Corpus mamillare ist eine paarige Erhebung an der Unterseite des Gehirns zwischen den Crura cerebri. Sie befindet sich am Vorderende des Fornix und ist Teil des limbischen Systems und damit des Diencephalons.

2 Neuroanatomie

Das Corpus mamillare wird als markreicher Teil des Hypothalamus beschrieben, hat aber keine Verbindungen zu den übrigen, markarmen Regionen des Hypothalamus. Über seine Verbindungen zum Fornix und zum Tractus mamillothalamicus ist es in den Papez-Kreis eingeschaltet.

Im Papez-Kreis, dem ersten funktionellen Konzept des limbischen Systems, war das Corpus mamillare noch ein zentrales Element. Heute geht man davon aus, dass für Emotionen vorwiegend die Amygdala das relevante Kerngebiet ist. Das Corpus mamillare soll hingegen wesentlich an Gedächtnisprozessen beteiligt sein.

In Nucleus mamillaris lateralis und medialis entspringen der Tractus mamillothalamicus, der zu den vorderen Thalamuskernen zieht, und der Tractus mamillotegmentalis, der seine Fasern zur Mittelhirnhaube (Tegmentum mesencephali) entsendet. Zum Corpus mamillare gelangen Fasern aus dem Subiculum durch den Fornix. Einige Neurone des Corpus mamillare sind histaminerg.

3 Klinik

Infolge von Alkoholismus kann es zu toxischen Läsionen und damit zur Degeneration des Corpus mamillare und des medialen Thalamus kommen, welche man klinisch als Wernicke-Korsakow-Syndrom bezeichnet. Durch Gefäß- und Gliaproliferationen entstehen Blutungen und Gewebsauflockerungen. Hirnschnitte mit entsprechenden Einblutungen in die Corpora mamillaria werden daher pejorativ auch als Säuferschnitt bezeichnet. Es treten Gedächtnisstörungen und Konfabulation auf.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

21 Wertungen (3.33 ø)

74.188 Aufrufe

Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: