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Collagen XVIII

Synonyme: Kollagen XVIII, Collagen Typ XVIII, Kollagen 18

1 Definition

Collagen XVIII ist ein Protein aus der Familie der Collagene, das zugleich Eigenschaften von Proteoglykanen als auch von Collagenen zeigt. Es kommt ubiquitär in der Basalmembran vor.

2 Hintergrund

Collagen XVIII ist zur Freisetzung von Endostatin, einem antiangiogenetisch wirksamen Peptid, fähig. Es kommt in 3 Varianten vor. Die kürzere Variante konnte vor allem in der Basalmembran von Endothelzellen und Epithelzellen nachgewiesen werden, während sich die längeren Typen vornehmlich in der Leber lokalisieren lassen.

3 Funktionen und Erkrankungen

3.1 Auge

Collagen Typ XVIII spielt eine Rolle bei der Entwicklung des Auges und bei der Aufrechterhaltung des Visus im Alter. Untersuchungen an Mäusen konnten zeigen, dass Mutationen, welche die Collagen-XVIII-Produktion beeinträchtigen oder verhindern, zu einem altersabhängigen Visusverlust führen können. Dabei konnten Ablagerungen im Pigmentepithel der Retina nachgewiesen werden. Verschiedene Mutationen im Collagen-XVIII-Gen führen zum Knobloch-Syndrom.

3.2 ZNS

Bei Alzheimer-Patienten wurden in den zerebralen Plaques vermehrt Collagen XVIII nachgewiesen. Eine Collagen XVIII/Endostatin-Akkumulation fand sich auch bei Patienten mit zerebralen Schäden nach Schädel-Hirn-Trauma. Außerdem könnte das Fehlen von Collagen XVIII zur Entstehung eines Hydrocephalus beitragen.

3.3 Leber

Beim HCC gibt es einen Zusammenhang zwischen der Collagen-XVIII-Konzentration und der Progression bzw. der Langzeitprognose.

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Fachgebiete: Biochemie

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