Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Clotting-Test

Synonym: Koagulometrie

1 Definition

Clotting-Test ist ein Begriff aus dem hämostaseologischen Labor. Damit werden alle Untersuchungsmethoden zusammengefasst, deren Endpunkt die Bildung eines Gerinnsels (Fibrinfadens) ist.

2 Hintergrund

Zu den Clotting-Tests gehören:

Die funktionelle Bestimmung der meisten Gerinnungsfaktoren mittels Mangelplasmen ist ebenfalls den Clotting-Tests zuzuordnen. Einer der ersten Clotting-Tests war die Plasma-Rekalzifizierungszeit (heute nicht mehr üblich).

Eine Alternative zur Messung vieler Gerinnungsparameter sind Methoden, die auf chromogenen Substraten aufbauen.

3 Einheiten

Das Messergebnis von Clotting-Tests ist eine Zeitspanne in Sekunden. Dies gilt auch für den Quick; der Rohwert (Prothrombinzeit) wird in diesem Fall in den Prozentwert bezogen auf eine Standardpopulation umgerechnet.

4 Methodik

Das Probenmaterial für Clotting-Tests ist Citratplasma. Durch Entzug der Calciumionen (Bildung von Calciumcitrat) ist dieses ungerinnbar. Im Testansatz wird das Plasma rekalzifiziert, d.h. genau die vorher neutralisierte Menge Calciumionen wird wieder zugesetzt, und auf 37°C erwärmt. Dann wird die Gerinnselbildung durch Zugabe von Aktivatoren in Gang gesetzt und die Zeit bis zur Clot-Bildung gemessen.

Die Clot-Bildung kann auf verschiedene Weise erfasst werden. Die ursprüngliche Methode bestand darin, ein Drahthäkchen regelmäßig in das Plasma zu tauchen, wieder heraus zu heben und zu beobachten, wann daran ein Fibrinfaden hängen bleibt.

Eine Standardmethode ist die "Kugel-Koagulometrie", dabei wird ein kleines Metallkügelchen im Testansatz bewegt (durch Rotation oder magnetisch) und detektiert, wann dieses an der Wand des Probengefäßes haften bleibt. Verbreitet ist auch die Turbidimetrie, dabei wird in einer optischen Küvette die erhöhte Transmission gemessen, die entsteht, wenn das Fibrin ausfällt. Diese Methode ist störanfällig gegen Trübungen des Plasmas (z.B. bei Lipämie). Die unterschiedlichen Detektionstechniken sind ein Grund dafür, warum die Ergebnisse von Clotting-Testen stark methodenabhängig sind.

Clotting-Teste werden heute im Routinelabor praktisch ausschließlich an Hämostaseologie-Analysern vollautomatisch oder halbautomatisch durchgeführt.

Die Küvetten, in denen der Testansatz durchgeführt wird, sind Einwegartikel, da das Gerinnsel daraus nicht einfach wieder entfernt werden kann. Die Küvetten haben einen nicht unerheblichen Anteil an den Gesamtkosten der Untersuchung.

Aufgrund der verschiedenen Detektionsverfahren und Reagenzien sind die Ergebnisse von Clotting-Testen methodenabhängig und zwischen verschiedenen Laboren nicht einfach vergleichbar, da jeweils etwas unterschiedliche Messzeiten entstehen.

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