Burkholderia pseudomallei
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1 Definition [bearbeiten]
Burkholderia pseudomallei ist ein bewegliches, oxidasepositives, gramnegatives, strikt aerobes Stäbchenbakterium, das saprophytisch und intrazellulär wächst.
2 Nachweis [bearbeiten]
Erreger aus Kulturen zeigen ein bipolares Färbeverhalten, deren mikroskopische Abbildung eine charakteristische Ähnlichkeit mit einer Sicherheitsnadel zeigt. Das Wachstum von Burkholderia pseudomallei zeigt ein optimales Spektrum bei 24-42 Grad Celcius. Es ist ein äußerst umweltresistenter Keim, der Trockenheit und Nahrungsmagel, destilliertes Wasser, Detergenzien oder Antiseptika wie Savlon toleriert.
3 Keimzerstörung [bearbeiten]
UV-Licht und Chlor zerstören den Keim.
4 Resistenzen [bearbeiten]
Unter anaeroben Bedingungen überlebt Burkholderia pseudomallei im sauren Millieu, bei einem pH von 4,5, etwa 70 Tage. Durch die Produktion von Proteasen, Lipase, Lecithinase, Katalase und durch intrinsische Resistenz gegen Komplement, lysosomale Defensine, kationische Peptide und durch die Produktion von antibiotikazerstörenden Enzymen besitzt Burkholderia pseudomallei eine bemerkenswerte Resistenz, die für Antibiotika durch Multidrug-Efflux-Pumpensysteme ergänzt wird.
5 Keimgröße [bearbeiten]
Das Genom des Keims ist mit 7,24 MB relativ groß und teilt sich ungleich auf 2 Chromosomen auf. Das größere trägt die erforderlichen Gene für Metabolismus und Zellwachstum, das kleinere trägt Gene für Virulenzfaktoren und schützende Resistenzen.
6 Nachweis [bearbeiten]
Die Pulsfeld-Gel-Elektrophorese (PFGE) lässt die Unterscheidung der unterschiedlichen Stämme zu.
7 Inkubationszeit [bearbeiten]
Burkholderia pseudomallei ist Auslöser der Melioidose, einer meist fieberhaften Erkrankung mit breitem klinischen Spektrum, das von einer akuten Sepsis bis zu einer lokalisierten, zu Invalidität und Tod führenden, chronischen Abszedierung aller Organe führen kann. Die Inkubationszeit kann von 24 Stunden bis zu mehr als 29 Jahren betragen.
Tags: Bakterium
Fachgebiete: Bakteriologie, Tropenmedizin
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