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Bulimie

(Weitergeleitet von Bulimia nervosa)

Synonyme: Ess-Brech-Sucht, Bulimia nervosa, "Freß-Kotz-Sucht"
von griechisch: βουλιμία, „der Ochsenhunger“
Englisch: bulimia, bulimarexia, binge-purge syndrome

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Die Bulimie oder lateinisch Bulimia nervosa ist eine Essstörung, die durch wiederkehrende Heißhungerattacken gekennzeichnet ist. Das Wort "nervosa" deutet auf die psychische Komponente der Bulimie hin.

2 Einteilung

Es werden zwei verschiedene Arten von Bulimie unterschieden:

  • Purging-Typ: Nach den Essattacken erbrechen die Erkrankten oder führen ab.
  • Nicht-purging-Typ: Essattacken vollziehen sich ohne Erbrechen oder andere Maßnahmen zur Abführung.

3 Symptome

Folgende Symptome deuten auf eine Bulimia nervosa Erkrankung hin:

4 Ursachen

Die Ursachen für Bulimie sind in der Regel multifaktoriell bedingt. Es ist eine Kombination aus:

  • psychologischen
  • familiären
  • genetischen
  • soziokulturellen Faktoren.

Auch traumatische Erlebnisse können Bulimie mit verursachen.

5 Diagnose

Die Diagnose "Bulimie" wird in der Regel klinisch anhand der Symptome gestellt. Dabei kommt dem ausführlichen Gespräch mit den Betroffenen eine zentrale Bedeutung zu. Bei Minderjährigen sollte die Eigenanamnese, durch das Gespräch mit den Erziehungsberechtigten ergänzt werden.

Die Basisdiagnostik umfasst EKG, Echokardiographie, Sonografie der Nieren, sowie Laboruntersuchungen (Blutbild, Elektrolyte). Sie ist darauf gerichtet, eventuelle Folgeschäden an Herz oder Nieren festzustellen.

6 Therapie

Die Therapie kann in der Regel ambulant erfolgen. Eine stationäre Einweisung ist bei der Bulimie erst dann nötig, wenn medizinische Komplikationen auftreten, die Betroffenen sehr stark psychisch belastet sind oder die ambulante Behandlung sich als unwirksam erweist. Ein wichtiges Ziel der Langzeittherapie bei Bulimie besteht darin, das Essverhalten zu ändern.

Wichtig für eine wirksame Therapie ist es, dass der Betroffene sein Verhalten als Krankheit erkennt und Hilfe annimmt. Problemlösungsstrategien und Gestalttherapie können gute Ergebnisse zeigen.

Medikamente spielen bei der Behandlung der Bulimie eine untergeordnete Rolle. In manchen Fällen werden jedoch Antidepressiva und Monoaminoxidase-Hemmer verabreicht.

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Kurt Wanka schreibt seit dem 17.08.2012 im Flexikon, hat bereits 128 neue Artikel publiziert und 324 Artikeldetails verbessert.

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