Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Euer Flexikon-Team

Bestrahlungsplanung

Englisch: radiation treatment planning

1 Definition

Die Bestrahlungsplanung ist eine obligate Vorbereitungsphase für die Strahlentherapie, die dazu dient, die Bestrahlung eines Tumors mit Elektronen, Photonen oder Ionen patientenindivíduell auszurichten. Ziel ist es, eine optimale Dosis-Wirkungsbeziehung bei größtmöglicher Schonung gesunden Gewebes bzw. gefährdeter Organe ("Organs at risk") zu erreichen.

2 Hintergurnd

Im Rahmen der Bestrahlungsplanung erfolgt neben der Anamnese, dem Tumorstaging und -grading eine Dosisklassifikation anhand von Bestrahlungsprotokollen, die u.a. auf langjähriger Erfahrung und klinischen Studien basieren. Das Fraktionierungsschema und die Gesamtdosis wird vom Strahlentherapeuten abhängig vom Zielgebiet und den umgebenden Risikostrukturen festgelegt.

Dreidimensionale Bildinformationen werden mittels CT und eventuell PET und MRT hinzugefügt. Der Strahlentherapeut hat die Möglichkeit, den Tumor zu lokalisieren und zu konturieren. Diese Informationen werden der Bestrahlungsplanungssoftware übergeben, die eine Simulation der Bestrahlung errechnet.

Bei der konventionellen Strahlentherapie wird die Zielregion auf der Haut des Patienten markiert, was im Laufe der Bestrahlung jedoch zu Ungenauigkieten führen kann. Im Rahmen der bildgeführten Strahlentherapie ("image guided radiotherapy") wird die richtige Lokalisation des Bestrahlungsfelds dynamisch per Bildgebung überprüft. In speziellen Fällen - z.B. bei Karzinomen des Nasopharynx, Oropharynx oder Hypopharynx - werden zusätzliche Techniken wie IMRT und VMAT eingesetzt.

Für die computergestützte Vorbereitung der Therapie ist nach der Strahlenschutzverordnung und der Röntgenverordnung ein Medizinphysiker zuständig. Er kann anhand von internen Regeln, sowie gerätespezifischen, patientenabhängigen Limitationen die Therapie mittels der Bestrahlungssoftware planen und dosimetrisch die Qualität sichern.

Der Plan wird danach vom Strahentherapeuten abgenommen und für die Therapie zugelassen. Je nach Entität und Komplexität des Falles kann die Bestrahlungsplanung eine bis mehrere Stunden, aber auch Tage in Anspruch nehmen. Der ganze Prozess der Therapievorbereitung beträgt knapp eine Woche. Bei Komplikationen während der Therapie von etwa 30 Fraktionen können Änderungen in der Bestrahlungsplanung durchgeführt werden.

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