Bartter-Syndrom
Englisch: Bartter syndrome
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition
Das Bartter-Syndrom ist ein relativ seltenes renales Salzverlust-Syndrom, dem ein autosomal-rezessiv vererbter Defekt tubulärer Transportproteine zugrunde liegt.
2 Einteilung
Beim Bartter-Syndrom besteht ein genetischer Defekt der Transportproteine, welche die tubuläre Rückresorption von Ionen aus dem Tubuluslumen vermitteln. Je nachdem, welches Transportprotein betroffen ist, unterscheidet man verschiedene Typen:
- Typ 1 (antenatales Bartter-Syndrom): Natrium-Kalium-Chlorid-Kotransporter (NKCC2)
- Typ 2 (klassisches Bartter-Syndrom): Renal Outer Medullary Potassium Channel (ROMK)
- Typ 3: ClC-Chloridkanal (ClC-K2b)
- Typ 4: Barttin
Darüber hinaus gibt es noch ein Bartter-Syndrom mit Hypokalziämie, das als Typ 5 bezeichnet wird. Ihm liegt ein Defekt des Calcium-sensing Rezeptors (CaR bzw. CasR) zugrunde. Vom Bartter-Syndrom unterschieden wird das Gitelman-Syndrom.
3 Epidemiologie
Die Erkrankung weist in verschiedenen ethnischen Gruppen eine unterschiedliche Inzidenz auf, die etwa zwischen 1: 100.000 und 1:2.000.000 liegt.
4 Symptome
Tags: Niere, Salzverlust, Transportproteine
Fachgebiete: Nephrologie
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