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Außenbandruptur

1 Definition

Die Außenbandruptur ist die häufigste Bandverletzung. Sie kommt zu Stande, wenn mindestens eines der drei Außenbänder, die das untere Sprunggelenk sichern, reißt.

2 Hintergrund

Der äußere Bänderapparat setzt sich zusammen aus dem

Dieser Apparat fixiert das untere Sprunggelenk, das aus dem Fibulaköpfchen, Talus und Calcaneus gebildet wird.

3 Ursachen

Ein Bänderriss des äußeren Bandapparates ensteht vor allem im Rahmen einer Sportverletzung. Aber auch das Tragen von ungeeignetem Schuhwerk sowie das Laufen auf unebenem Boden können eine Gefahrenquelle darstellen. Eine bereits durchlebte Bandverletzung, Nervenlähmung wie die des Nervus peronaeus oder auch eine Deformation des Fußskeletts führt zusätzlich zu einem erhöhten Risiko.
Die Ruptur ereignet sich, wenn es zu einer starken Adduktion und gleichzeitigen Supination am unteren Sprunggelenk kommt, was oft mit einer Verdrehung einhergeht. Dieser Zustand führt zu einer Überdehnung bzw. einem Zerreißen der Außenbänder, wobei zunächst das Ligamentum fibulotalare anterius betroffen ist, bei einer schwereren Verletzung aber auch das Ligamentum fibulocalcaneare. Das Einreißen aller drei Bänder ist zwar möglich, jedoch sehr selten der Fall.

4 Symptome

Der Patient kann oft kaum auftreten und reagiert auf einen Druckreiz. Er gibt in der Anamnese an, ein "Krachen" wahrgenommen zu haben. Durch einen Bluterguss aufgrund des Bänderrisses entsteht eine Schwellung samt Hämatom.

5 Diagnose

Bei der klinischen Untersuchung lässt sich das obere Sprunggelenk seitlich aufklappen, wobei der Talus stark nach vorne verschieblich ist. Im Röntgen kann man nicht nur beurteilen, ob es zu einem Knochenbruch gekommen ist, sondern auch, ob der betroffene Gelenkspalt zu weit auseinander klafft. Dies würde den Verdacht auf eine Außenbandruptur bestätigen. Außerdem ist es auch wichtig zu die Verdachtsdiagnose von einer Außenbanddistorsion, also lediglich einer Verstauchung und Zerrung der Bänder, abzugrenzen.

6 Therapie

Je nach Alter und Aktivität des Patienten kann der Arzt zwischen einer konservativen und einer operativen Therapie wählen:

  • Konservative Therapie: Primär wird das Gelenk gekühlt, um eine weitere Schwellung zu vermeiden. Dann werden Schienen (Orthese) angebracht, sodass der Fuß stabilisiert und eine Abheilung ermöglicht ist.
  • Operative Therapie: In Lokalanästhesie vernäht man die Bänder, woraufhin der Unterschenkel eingegipst wird, um eine rasche Abheilung zu ermöglichen. Auch eine medikamentöse Thromboseprophylaxe spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Anschließend darf der Betroffene im Rahmen einer Physiotherapie wieder laufen und den Fuß voll belasten, sofern die Verletzung ganz ausgeheilt ist.

7 Komplikationen

Es besteht die Gefahr einer Thrombose sowie eines späteren Gelenkverschleißes (Arthrose).

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