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Ashman-Phänomen

nach Richard Ashman (1890-1969), US-amerikanischer Physiologe
Englisch: Ashman phenomenon, Ashman beats

1 Definition

Das Ashman-Phänomen bezeichnet das Auftreten eines verbreiterten QRS-Komplexes mit einer vorausgehenden RR-Intervall-Konstellation "lang-kurz". Es ist häufig mit Vorhofflimmern assoziiert.

2 Erscheinung

Typisch für das Ashman-Phänomen ist ein verbreiterter QRS-Komplex, dem erst ein langes, dann ein kurzes RR-Intervall vorausgeht. Auch die Konstellation "kurz-lang-kurz" ist möglich. Diese Konstellation ist in den Brustwandableitungen V1 und V2 besonders gut sichtbar. Eine kompensatorische Pause nach dem verbreiterten QRS-Komplex fehlt.

3 Pathophysiologie

Der QRS-Komplex des Ashman-Phänomens hat die Morphologie eines Rechtsschenkelblocks, wird aber nicht durch eine Störung der Tawara-Schenkel, sondern durch eine aberrante Vorhoferregung ausgelöst. Die Ursache liegt also oberhalb des AV-Knotens.

Ursächlich ist, dass die Länge der Refraktärzeit des Myokards durch das vorausgehende RR-Intervall bestimmt wird. Ein langes RR-Intervall zieht eine lange Refraktärzeit der Ventrikel nach sich und umgekehrt. Folgt einem langen RR-Intervall ein kurzes RR-Intervall, trifft die Vorhoferregung auf einen teilweise refraktären Ventrikel. Dabei ist in der Regel der rechte Tawara-Schenkel betroffen, da er im Vergleich zum linken Ventrikel eine längere Refraktärzeit hat. Das Ashman-Phänomen kann aber auch mit der Morphologie eines Linksschenkelblocks einhergehen.

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