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Anämie

von griechisch: haima - Blut
Synonym: Blutarmut
Englisch: anemia

1 Definition

Als Anämie bezeichnet man einen

Als Vergleichswert dient der Standard einer Population. Die Folge ist eine zu geringe Transportkapazität für Sauerstoff.

Laut WHO-Definition besteht eine Anämie bei einer Hämoglobinkonzentration von < 12 g/dl (Frauen) bzw. < 13 g/dl (Männer).

2 Einteilung

Anämien lassen sich nach verschiedenen Kriterien - allerdings nur unbefriedigend - systematisieren. Die Einteilung wird dadurch erschwert, dass "Anämie" häufig keine eigenständige Erkrankung ist, sondern ein Symptom, dass auf eine andere Grunderkrankung hinweist.

2.1 ...nach Aspekt bzw. Morphologie

2.2 ...nach Ätiologie

2.3 ...nach Zell-Turnover

Herold (2003) wählt eine Systematik, bei der die unterschiedlichen Anämie-Ursachen zu Gruppen zusammengefasst werden:

  • Anämien durch Bildungsstörung
  • Anämien durch gesteigerten Erythrozytenabbau
  • Anämien durch Erythrozytenverlust
  • Anämien durch Verteilungsstörungen

3 Klinik

Das klinische Bild einer Anämie ist abhängig von Ihrer genauen Ursache und vom Grad des Hämoglobin-Defizits. Einige Symptome können jedoch bei allen Formen von Anämien auftreten, da sie Folge der verminderten Transportkapazität für Sauerstoff sind. Man nennt sie die allgemeinen Anämiesymptome:

4 Diagnostik

Die Grundlage der Anämiediagnostik ist das Differentialblutbild mit den Erythrozytenindizes. Darüber hinaus werden die wichtigsten Parameter des Eisenstoffwechsels (Ferritin, evtl. auch Transferrin und Eisen), die Retikulozytenzahl, Vitamin B12 und Folsäure bestimmt.

Weitere Informationen siehe Hauptartikel: Anämiediagnostik

5 Therapie

Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Pathogenese der Anämie. Wird die Anämie durch eine andere Grunderkrankung (z.B. einen Tumor) verursacht, muss diese behandelt werden. Bei einem Substratmangel werden die fehlenden Substanzen (Eisen, Folsäure, Vitamin B12) substituiert. Bei einer renalen Anämie erfolgt die zusätzliche Gabe von Erythropoietin.

Bei schweren Anämien kann die Gabe von Erythrozytenkonzentraten notwendig sein.

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