Amobarbital
Handelsnamen: Sodium Amytal, Tuinal, Dorlotyn u.a.
Englisch: Amobarbital
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1 Definition [bearbeiten]
Amobarbital gehört zur Gruppe der Barbiturate und wird in den wenigen Ländern, in denen es noch zugelassen ist, vor allem als Hypnotikum eingesetzt.
2 Indikationen [bearbeiten]
3 Allgemeines [bearbeiten]
Der Wirkstoff wurde erstmalig in Deutschland 1923 synthetisiert. Mittlerweile ist er hierzulande jedoch nicht mehr auf dem Markt erhältlich.
Amobarbital kann sowohl oral, als auch intramuskulär, intravenös oder rektal appliziert werden. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch, wobei die Plasmahalbwertszeit durchschnittlich 34 Stunden beträgt. Anschließend wird der Arzneistoff renal eliminiert.
4 Wirkmechanismus [bearbeiten]
Amobarbital wirkt an GABA-Rezeptoren als Agonist. Werden diese aktiviert, kommt es zu einem verstärkten Einstrom an Chloridionen, wodurch es zu einer Hyperpolarisation und damit einhergehender Unerregbarkeit der Zelle kommt. Im Gegensatz zu Benzodiazepinen kann Amobarbital auch ohne die Anwesenheit des Neurotransmitters GABA an die entsprechenden Rezeptoren binden, so dass hier die Atemdepression bei Überdosierung eine der größten Gefahren darstellt.
5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen [bearbeiten]
- Verwirrung
- Müdigkeit, Schwächegefühl
- Atemdepression
6 Kontraindikationen [bearbeiten]
Die gleichzeitige Einnahme folgender Lebensmittel bzw. Medikamente stellt eine Kontraindikation dar:
- Alkohol, Koffein
- Chloramphenicol
- Chlorpromazin
- Cyclophosphamid
- Ciclosporin
- Digitoxin
- Doxorubicin
- Doxycyclin
- Methoxyfluran
- Metronidazol
- Quinin
- Theophyllin
- Warfarin
- Benzodiazepine (Diazepam, Clonazepam, Nitrazepam)
- Antiepileptika (Phenobarbital, Carbamazepin
- Antihistaminika (Doxylamin, Clemastin)
- Morphin, Oxycodon
- Steroide (Prednison, Cortison)
- Antidepressiva
- Antihypertensiva (Atenolol, Propranolol
- Antiarrhythmika (Verapamil, Digoxin)
Tags: Amobarbital, Barbiturat
Fachgebiete: Arzneimittel
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