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Alveolarfortsatz

(Weitergeleitet von Alveolarkamm)

Synonyme: Alveolarknochen, Alveolarkamm, Processus alveolaris
Englisch: alveolar process

1 Definition

Als Alveolarfortsatz bezeichnet man den bogenförmigen Knochenteil des Ober- und Unterkiefers, in dem sich die Zahnfächer (Alveolen) befinden.

2 Einteilung

  • Processus alveolaris maxillae: Alveolarfortsatz des Oberkiefers
  • Processus alveolaris mandibulae: Alveolarfortsatz des Unterkiefers

3 Anatomie

3.1 Processus alveolaris maxillae

Der Alveolarfortsatz des Oberkiefers ist insgesamt leicht nach bukkal gekippt, wobei der Winkel zur Horizontalebene etwa 60–80 Grad beträgt. Von der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) her ist er als Einsenkung (Recessus aveolaris) sichtbar. Der Alveolarfortsatz bietet den Zähnen einen relativ eng bemessenen Platz, so dass man die Wurzeln der Schneide- und Eckzähne an der fazialen Fläche als vertikal verlaufende Erhebungen sehen kann. Diese gradförmigen Strukturen nennt man Juga alveolaria.

3.2 Processus alveolaris mandibulae

Der Alveolarfortsatz des Unterkiefers bildet die obere Begrenzung des Unterkieferknochens (Mandibula) und enthält die Zahnfächer. An den Außenflächen drängen die Zahnwurzeln den Knochen ebenfalls zu Juga alveolaria vor.

4 Funktion

Der Alveolarfortsatz dient der Verankerung der Zähne.

5 Klinik

Die Anatomie des Alveolarfortsatz ist funktionell bestimmt und kann daher je nach Bezahnung in ihrer Form erheblich variieren. Im unbezahnten Kiefer ist der Alveolarfortsatz nahezu vollständig abgebaut und auf einen schmalen Knochenkamm reduziert, was - ohne prothetische Versorgung - einen Höhenverlust des Untergesichts zur Folge hat.

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