Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Aloe vera

(Weitergeleitet von Aloe)

Synonyme: Barbardos-Aloe, Zanzibar-Aloe, echte Aloe u.a.
Botanische Bezeichnung: Aloe Barbadensis Miller
Handelsnamen: Kräuterlax®Dr. Henk, Cholhepan®N (Kombinationspräparat) u.a.
Englisch: aloe

1 Definition

Aloe ist eine Heilpflanze aus der Gattung der Aloen (Aloe). Es gibt über 300 Aloe-Arten auf der Welt. In der Medizin findet hauptsächlich Aleo barbadensis, die auch als Echte Aloe (Aloe vera) bezeichnet wird.[1]

2 Hintergrund

Aloe ist in Sudan und der arabischen Halbinsel beheimatet, wird heutzutage aber weltweit kultiviert. In der Phytotherapie kommt der eingedickte Saft der Blätter als Anthranoid-haltiges Laxans zum Einsatz. Aufgrund des Verdachts auf kanzerogene Wirkung gelten für Anthranoid-haltige Heilpflanzen spezielle Anwendungsbeschränkungen.

Das in Kosmetika enthaltene Aloe-vera-Gel besteht aus dem Blattmark. Bei der Gewinnung dieses Gels werden die äußeren Zellschichten entfernt, welche die laxierenden Anthranoide enthalten. Daher ist die Wirkung von kosmetisch verwendetem Aloe-vera-Gel nicht vergleichbar mit Aloe-haltigen Arzneimitteln, die als Laxans eingesetzt werden.[2]

3 Indikationen

Aloe wird zur kurzdauernden Therapie der Obstipation verabreicht.

Aloe-vera-Gel wird zur Wundheilung topisch bei Hauterkrankungen wie Psoriasis, Akne und Neurodermitis, Hämorrhoiden sowie Verbrennungen und Sonnenbrand angewendet.

4 Applikationsformen

Aloe wird als Abführmittel oral, in Form von Tabletten oder Dragees, eingenommen.

Zur externen Anwendung stehen Salben, Gel, Cremes und Lotionen zur Verfügung.

5 Wirkung

Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe sind Dihydroxyanthracenderivate (Anthranoide). Diese wirken prokinetisch durch Anregung der Darmperistaltik, Hemmung der Flüssigkeitsresorption aus dem Darm und gleichzeitiger Erhöhung des Wasser- und Elektrolyteinstroms in das Darmlumen. Die Wirkung tritt in der Regel 8 bis 12 Stunden nach der Einnahme ein.

Darüber hinaus soll die Heilpflanze antiinflammatorisch und antiphlogistisch wirken.

6 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Insbesondere bei chronischem Gebrauch/Missbrauch:

7 Kontraindikationen

Eine Langzeitbehandlung ist kontraindiziert.

8 Quellen

  1. [1]
  2. Leitfaden Phytotherapie 2010

9 Monografien

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

7 Wertungen (4.14 ø)

6.446 Aufrufe

Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: