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Aliskiren

Handelsnamen: Rasilez® u.a.

1 Definition

Aliskiren ist ein Arzneistoff, der als Renininhibitor zur Behandlung der arteriellen Hypertonie eingesetzt wird.

2 Hintergrund

Aliskiren wird meistens zusammen mit anderen Antihypertensiva wie zum Beispiel Diuretika zur Behandlung des Bluthochdrucks verabreicht. Dabei wird es ein Mal pro Tag oral eingenommen. Die Halbwertszeit beträgt ungefähr 40 Stunden. Dadurch, dass Aliskiren nicht direkt an den Gefäßen, sondern über die Reninfreisetzung auf den Blutdruck wirkt, erreicht man erst nach 1-2 Wochen einen messbaren Erfolg. Klinische Studien konnten keine lebensverlängernde Wirkung nachweisen, was die therapeutische Bedeutung des Renininhibitors mindert.

3 Wirkmechanismus

Aliskiren greift in das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ein, indem es das Renin bindet, das am Anfang der Kette steht und den Anstoß für die weiteren biochemischen Vorgänge macht. Renin stellt eine Protease dar, die Angiotensinogen in Angiotensin I umwandelt. Dieses wiederum wird vom Angiotensin-Converting-Enzyme zu Angiotensin II umgewandelt, welches dann nicht nur selbst eine Vasokonstriktion hervorruft, sondern auch eine zusätzliche Auschüttung des Aldosterons auslöst. Dieses bewirkt in den Sammelrohren der Niere eine erhöhte Rückresorption von Natrium-Ionen und Wasser, wodurch der Blutdruck wiederum steigt. Wird nun die Funktion des Renins durch die Bindung an Aliskiren gehemmt, bleiben die darauffolgenden Prozesse aus, so dass ein Blutdruckabfall resultiert.

4 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

5 Kontraindikationen

6 Weblinks

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