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Aktinisches Retikuloid

Synonym: Chronisch aktinische Dermatitis

1 Definition

Das aktinische Retikuloid gehört zu den idiopathischen Photodermatosen und stellt eine ekzematoide Lichtreaktion dar.

2 Epidemiologie

Betroffen von dieser seltenen Erkrankung sind Männer des mittleren und höheren Alters.

3 Ätiologie

Die Ätiologie ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine photoallergische Dermatitis zu einer anhaltenden Lichtreaktion mit Übergang in ein aktinisches Retikuloid führt.

4 Klinik

Klinisch zeigt sich an lichtexponierten Hautarealen wie dem Gesicht und dem Nacken ein lichenoides, chronisches Ekzem mit Verdickung der Haut. Die betroffenen Hautarela sind gerötet, schuppen und jucken stark.

5 Diagnose

Die Diagnose wird anhand der Klinik und der Histopathologie gestellt.

6 Histopathologie

Histopathologisch zeigt sich ein lymphozytäres und eosinophiles Infiltrat in der Dermis. Es lassen sich ebenfalls Plasmazellen nachweisen; ein Teil der Lymphozyten ist atypisch verändert.

7 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch muss an ein photoallergisches Ekzem gedacht werden.

8 Therapie

Die Therapie besteht im Lichtschutz und der Karenz von Lichtprovokation. Erstaunlicherweise hilft jedoch auch die PUVA. Es können ebenfalls lokale Steroide verabreicht werden. In schweren Fällen werden Immunsuppressiva wie MTX, Azathioprin und Ciclosporin A verordnet.

9 Weblinks

Fachgebiete: Dermatologie

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