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Akrosomreaktion

Englisch: acrosome reaction

1 Definition

Als Akrosomreaktion bezeichnet man die Fusion zwischen Akrosommembran und Spermienmembran im Rahmen der Fertilisation. Die Akrosomreaktion ermöglicht durch Ausschüttung proteolytischer Enzyme die Penetration der Eizellhüllen durch das Spermium.

2 Hintergrund

Die ovulierte befruchtungsreife Eizelle ist von einem Saum von Follikelepithelzellen (Corona radiata) und einer Glykoproteinschicht (Zona pellucida) umgeben, die eine Barriere gegen die imprägnierenden Spermien bilden. Da der rein mechanischen Geißelschlag der kapazitierten Spermien nicht ausreicht, die Hüllstrukturen zu durchbrechen, sezernieren die Spermien akrosomale Proteasen zur Lyse der beiden Schichten.

2.1 Ablauf der Imprägnation

Mittels Peitschenschlagbewegung seines Schwanzes und Sekretion verschiedener Enzyme (insb.Hyaluronidase) durchdringt das Spermium zunächst die Corona radiata.

Der Kontakt mit den Glykoproteinen der Zona pellucida führt zu verschiedenen Interaktionsmechanismen. Über einen seminalen Membranrezeptor kommt es zu einer instabilen Bindung (Primärbindung) des Spermienkopfes an das Glycoprotein ZP3. ZP3 induziert die Exozytose des akrosomalen Inhalts mittels Fusion von Akrosom- und Zellmembran (Akrosomreaktion). Die ausgeschwemmten Enzyme- insbesondere Akrosin- lysieren die Glykoproteinschicht und ermöglichen den Übertritt des Spermiums in den perivitellinen Raum mit nachfolgender Penetration der Oozyte.

siehe auch: Spermium, Befruchtung

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