Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Nachlast

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Synonym: Afterload
Englisch: afterload

1 Definition

Als Nachlast werden die Kräfte bezeichnet, die dem Blutauswurf aus den Ventrikeln in das Blutgefäßsystem des Körpers hinein entgegenwirken. Die Nachlast entspricht unter physiologischen Bedingungen der Wandspannung des Ventrikelmyokards, die aufgebracht werden muss, um den enddiastolischen Aorten- bzw. Pulmonalisdruck zu überwinden und somit die Austreibungsphase einzuleiten.

2 Physiologie

Mit zunehmender Nachlast ist das Schlagvolumen zunächst verkleinert. Es bleibt dadurch am Ende der Systole ein grösseres Restvolumen im Ventrikel zurück. Zusammen mit der normalen Füllung in der anschliessenden Diastole resultiert daraus ein erhöhtes enddiastolisches Volumen. Kompensiert wird dies durch eine gesteigerte Kontraktionskraft in der nächsten Herzaktion. Diese intrakardiale Anpassung nennt man Frank-Starling-Mechanismus. So wird trotz der Druckerhöhung in der Aorta ein normales Schlagvolumen ausgeworfen.

3 Pathophysiologie

Um einer (z.B. durch Hypertonie oder Klappenstenose) erhöhten Nachlast entgegenzuwirken, kann die Kammermuskulatur konzentrisch hypertrophieren und somit gegenregulatorisch die Wandspannung wieder senken (Laplace-Gesetz). Bleibt die Druckbelastung unverändert hoch, reicht dieser Mechanimus irgendwann nicht mehr aus, um den Ventrikel zu entleeren. Das enddiastolische Volumen steigt an und es kommt allmählich zu einer Dilatation des Ventrikels, die in eine Herzinsuffizienz münden kann.

3.1 Pharmakologie

Zur Senkung der Nachlast und damit verbundener Entlastung des Herzens bedient man sich normalerweise arterieller Vasodilatoren, zum Beispiel Calciumantagonisten (Dihydropyridine) oder ACE-Hemmer.

siehe auch: Vorlast

Tags:

Fachgebiete: Physiologie

Gast
Eine Obstruktion der Ausstrohmbahn der linken Herzkammer wird bei diesem Krankheitsbild in der Regel nicht beobachtet. Vielleicht haben Sie sich an diese angeborene Störung des Herzens erinnert gefühlt: http://flexikon.doccheck.com/de/Hypertroph-obstruktive_Kardiomyopathie
#3 am 04.04.2018 von Gast (Student der Humanmedizin)
Es kommt zunächst zu einer konzentrischen Hypertrophie, die den Ventrikel in der Tat erst mal verkleinert. Ist dieser Kompensationsmechansimus ausgereizt, entsteht im weiteren Verlauf aber eine Gefügedilatation des Myokards und der Ventrikel wird größer. Vereinfacht gesagt: Erst pumpt sich der Herzmuskel auf, dann macht er schlapp.
#2 am 03.01.2018 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
müsste es bei einer Ventrikelhypertrophie und Wandverdickung nicht eher zunächst einmal zu "Platzmangel" und ggf. sogar zu einer Obstruktion der Ausflussbahn kommen, als zu einer Dilatation des Ventrikels?
#1 am 30.12.2017 von Jana Becker (Gesundheits- und Krankenpfleger)

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