Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Analkanal (Veterinärmedizin)

(Weitergeleitet von Afterkanal (Veterinärmedizin))

Synonym: Afterkanal, Canalis analis

1 Definition

Als Analkanal bezeichnet man den kurzen Abschnitt zwischen Rektum und After bei den Haussäugetieren.

2 Anatomie

Der Afterkanal ist durch verschiedene Grenzlinien und Zonen unterteilbar:

3 Fleischfresser

Fleischfresser benötigen eine gesonderte Betrachtung des Afterkanals, da sie modifizierte Drüsen zur Territorialmarkierung besitzen.

An der ventrolateralen Wand des Afterkanals liegen die so genannten Analbeutel (Sinus paranales). Diese Taschen sind beim Hund etwa haselnussgroß und sind zwischen innerem und äußeren Anusschließmuskel platziert. Die Analbeutel besitzen in ihrer Wand Drüsen, die als Glandulae sinus paranales bezeichnet werden. Sie produzieren einen für den Menschen übelriechendes Sekret, das über zwei Öffnungen im Bereich der Linea anocutanea während des Kotabsetzens herausgedrückt wird. Dieses Sekret dient zur Territorialmarkierung und ist für jeden Hund individuell zusammengesetzt, sodass er quasi als "Fingerabdruck" des Tieres angesehen werden kann.

4 Klinik

Die Ausführungsgänge aus den Analbeuteln können verstopfen. Dann müssen sie manuell entleert werden. Kann das Sekret nicht abfließen, übt es Druck auf die Wand aus, weshalb betroffene Hunde durch das charakteristische "Schlittenfahren" versuchen, den Beutel durch Druck zu entleeren.

Eine selten vorkommende Fehlbildung ist ein nicht ausgebildeter Afterkanal (Atresia ani). Hundewelpen und Fohlen, die eine solche Missbildung aufweisen, werden operativ versorgt.

5 Literatur

  • Salomon, Franz-Viktor, Hans Geyer, and Uwe Gille, eds. Anatomie für die Tiermedizin. Enke, 2008.

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