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Aerotoxisches Syndrom

Englisch: Aerotoxic syndrome

1 Definition

Das aerotoxische Syndrom ist ein Symptomkomplex, der weder medizinisch noch wissenschaftlich fundiert ist. Es soll aufgrund Verunreinigungen der Atemluft in der Kabine von Passagierflugzeugen entstehen und zu gesundheitlichen Beschwerden der Passagiere führen.

2 Geschichte

Obwohl der Symptomkomplex schon seit Ende der 1950er-Jahre bekannt ist, liegen bis heute (2017) kaum nennenswerte Zahlen zu Untersuchungen dieses Phänomens vor. Der Begriff "aerotoxisches Syndrom" stammt aus dem Jahr 1999 und wurde vom US-amerikanischen Luftfahrtmediziner Harry Hoffman, zusammen mit dem australischen Toxikologen Chris Winder und dem französischen Forensiker Jean Christophe Balouet geprägt.

3 Hintergrund

Als aerotoxisches Syndrom fasst man mögliche Gesundheitsschädigungen zusammen, die durch verunreinigte Atemluft in den Aufenthaltsräumen von Passagierflugzeugen erzeugt werden.

Die Auslöser des aerotoxischen Syndroms werden noch ermittelt. Man geht jedoch davon aus, dass die Zapfluft-Anlage, welche die Frischluft für die Kabine aus dem Verdichter des Triebwerks des Flugzeugs ansaugt, schadhafte Dämpfe aufnimmt und in die Kabine führt. Dabei wird vermutet, dass pyrolisierte Stoffe, die durch erhitzte Triebwerksöle entstehen, über die angesaugte Luft sowohl über die Atemwege, als auch über die Haut der Passagiere aufgenommen werden und letztendlich zu den Symptomen führen.

4 Einteilung

Die austretenden Dämpfe werden aufgrund ihres Ausmaßes in "Fume Events" bzw. "Smell Events" unterteilt. Fume Events sind dadurch charakterisiert, dass die austretende verunreinigte Luft in Form von Dunst oder Rauch erkennbar ist, wohingegen Smell Events lediglich von den Passagieren anhand charakteristischen Gerüchen erkannt werden können.

5 Klinik

Das aerotoxische Syndrom ist eine Ansammlung von Symptomen, die bei den Betroffenen nach Fume Events auftreten (können) und klinisch nachweisbar sind. Hierzu zählen:

Die Symptome können entweder sofort auftreten oder zeitlich verzögert. So können sie auch erst Tage bis Wochen später klinisch werden oder gar ganz ausbleiben.

6 Quellen

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