Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Advanced Trauma Life Support

1 Definition

Advanced Trauma Life Support, kurz ATLS, ist ein aus dem Vereinigten Staaten stammendes Ausbildungskonzept zur Erstversorgung von Traumapatienten in der Klinik. Es ist ein klar strukturiertes System, bei dem alle Verletzungen und Komplikationen schrittweise abgearbeitet werden.

2 Grundprinzipien

  • Lebensgefährliche Verletzungen oder Komplikationen werden zuerst behandelt
  • Ausführliche Diagnostik erst nach Stabilisierung
  • Schritte gründlich in möglichst kurzer Zeit abarbeiten

3 Ablauf

Der generelle Ablauf teilt sich auf in Primary und Secondary Survey.

3.1 Primary Survey

Das Hauptziel der Primary Survey ist das Erkennen und Behandeln von lebensbedrohlichen Zuständen. Dabei wird das ABCDE-Schema genutzt. Dabei stehen die verschiedenen Buchstaben für jeweils einen Punkt, der abgearbeitet werden muss, um dann mit dem Nächsten zu beginnen.

  • Breathing (Atmung): Hauptkriterium ist eine suffiziente Belüftung der Lungen. Der Thorax wird auf offensichtliche Verletzungen untersucht, welche die Atmung behindern können. In diesem Rahmen kann auch eine Thoraxdrainage gelegt werden. Die Thoraxexkursionen sowie die Atemfrequenz werden überwacht und die Atmung gegebenenfalls mit Sauerstoffgabe unterstützt. Im Fall einer nicht suffizienten Atmung ist eine Atemwegssicherung und maschinelle Beatmung zwingend erforderlich.
  • Exposure & Environment (Untersuchung): Hauptkriterium ist die genauere Inspektion des Patienten. Er wird komplett entkleidet und eine Ganzkörperuntersuchung ("Bodycheck") durchgeführt. Die Umgebungsverhältnisse müssen gewährleisten, dass der Patienten nicht auskühlt.

Entscheidend für den Erfolg des ABCDE- Schemas ist, dass die die Störungen in den einzelnen Schritten so lange bearbeitet werden, bis sie erfolgreich therapiert wurden, bevor man zum nächsten Schritt übergeht.

3.2 Secondary Survey

Die Secondary Survey folgt nach einem erfolgreich abgeschlossen Primary Survey. Der Patient ist stabilisiert, muss aber kontinuierlich nach dem ABCDE-Schema beurteilt werden. Im Secondary Survey wird weiterführende Diagnostik durchgeführt:

  • Erstellung einer Anamnese
  • Gründliche Ganzkörperuntersuchung
  • weitere Zielsetzung festlegen
  • Bildgebung
  • im Fall einer mangelnden Spezialisierung der Primärklinik Anordnung einer Verlegung in Spezialklinik

siehe auch: Advanced Life Support

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