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Herzverfettung

(Weitergeleitet von Adipositas cordis)

Synonyme: Fettherz, Adipositas cordis, Lipomatosis cordis
Englisch: fatty heart

1 Definition

Unter dem Begriff Herzverfettung bzw. Lipomatosis cordis werden mehrere Störungen und Phänomene am Herzen zusammengefasst, die im weitesten Sinne mit der pathologischen Wirkung von Fett bzw. dessen Einlagerung in das Organ haben. Die Bezeichnung ist nicht sehr präzise, sondern eher als Sammelbegriff zu verstehen.

2 Beschreibung

Bei der Herzverfettung kommt es zu eine abnormalen Umwandlung von kardialem Bindegewebe in Fettgewebe. Histologisch beschrieben vollzieht sich eine interstitielle Verfettung durch Hyperplasie des adipösen Gewebes.

3 Ursachen

Die Ursachen für die Vermehrung von Adipozyten am Herzen liegen insbesondere in einer sehr stark ausgeprägten Adipositas. Der Gesamtfettanteil des Körpers ist derart hoch, dass sich das Fettgewebe auch auf sämtliche innere Organe (wie in diesem Fall das Herz) verteilt und sich dort einlagert. Eine weitere Ursache für eine Herzverfettung können Schäden am Myokard sein. An den Stellen, wo sich muskuläres Gewebe befand, wird dies durch Binde- und Fettgewebe ersetzt. Solche Myokardschäden entstehen entweder durch einen Myokardinfarkt, oder durch chronischen Alkoholismus.

4 Folgen

Die Herzverfettung führt meist als erstes zu einer Rechtsherzinsuffizienz. Diese breitet sich mit fortschreitender Zeit auf das gesamte Herz aus. Langzeitfolge ist häufig eine dilatative Kardiomyopathie.

Fachgebiete: Kardiologie

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