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Adams-Stokes-Anfall

(Weitergeleitet von Adams-Stokes-Anfälle)

nach dem irischen Chirurgen Robert Adams (1791-1875) und William Stokes (1804-1878)
Synonyme: Adams-Stokes-Syndrom, Morbus Morgagni, Morgagni-Adams-Stokes-Syndrom, MAS-Anfall
Englisch: Adams-Stokes syndrome

1 Definition

Als Adams-Stokes-Anfall bezeichnet man eine durch Herzrhythmusstörungen induzierte kardiale Synkope.

ICD10-Code: I45.9

2 Pathophysiologie

Ursache ist eine Unterversorgung des Gehirns aufgrund einer inadäquaten Auswurffraktion des Herzens, z.B. infolge eines AV-Blocks, eines Sinusknotenarrests oder einer SA-Blockierung.

3 Symptome

Der Adams-Stokes-Anfall äußert sich in Form eines plötzlichen, kurzzeitigen Bewusstseinsverlusts ohne Prodromi. Durch die plötzliche Bewusstlosigkeit kann es zu einem Kollaps mit Sturzverletzungen kommen.

Die Dauer der Bewusstlosigkeit beträgt normalerweise etwa 20-40 Sekunden. Die Atmung kann je nach Schweregrad zwischen 30 und 60 Sekunden unterbrochen sein. Nachdem der Patient wieder aufgewacht ist, besteht für die Zeit des Bewusstseinsverlust eine retrograde Amnesie. Mit der Wiederaufnahme der Herztätigkeit kann ein Flush auftreten. In extremen Fällen kann es zu Synkopen von über 3 min Dauer kommen. Dabei sind irreversible Hirnschäden ebenso wie ein Exitus letalis durchaus möglich. Während des Anfalls findet man eine Pupillenerweiterung und abgeschwächte bis zum Teil gar nicht auslösbare Reflexe.

4 Ablauf

Ablauf eines Adam-Stroke-Anfalls mit zeitabhängiger Symtomatik: 3-5 Sekunden: Blässe und Schwindel 10-15 Sekunden: Bewusstseinsverlust 20-30 Sekunden: Krampfanfall 30-60 Sekunden: Atemstillstand Über 3 Minuten: Hirnschäden und sogar Tod (Die Zeitangaben beziehen sich auf die Asystoliedauer)

5 Diagnostik

Beweisführend ist der EKG-diagnostische Nachweis von Herzrhythmusstörungen im Langzeit-EKG. Während der Attacke sieht man eine Asystolie oder ein Kammerflimmern.

Zur Ausschlussdiagnostik sonstiger synkopaler Ursachen gilt die Differentialdiagnostik der Synkope.

6 Therapie

Die Therapie erfolgt in Abhängigkeit der ursächlichen Rhythmusstörung

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