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Purpura chronica progressiva

(Weitergeleitet von Adalinpurpura)

Synonyme: Progressive Pigmentpurpura, Morbus Schamberg, Adalinpurpura

1 Definition

Unter der Purpura chronica progressiva fasst man verschiedene Krankheiten zusammen, die gemeinsame klinisch-morphologische sowie mikro- und makroskopische Eigenschaften besitzen. Charakteristisch sind feinste punktförmige Blutungen mit sekundärer Hämosiderose.

2 Ätiologie

Die Ätiologie ist nicht genau bekannt. Man vermutet, dass Sedativa wie z.B. Benzodiazepine, Analgetika und Antiepileptika, aber auch chininhaltige Nahrungsmittel die Erkrankung auslösen können. In der Vergangenheit war Adalin häufig die Ursache, was zum Betriff Adalinpurpura geführt hat.

3 Epidemiologie

Es sind vor allem Männer von der Erkrankung betroffen.

4 Klinik

Charakteristisch sind vor allem an den Beinen auftretende, stecknadelkopf- bis zu mehreren Zentimetern große Einzelherde, die aufgrund der Einblutung eine zunächst hellrote Farbe besitzen und schließlich durch Hämosiderinablagerung ockerfarben werden.

5 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch sollte an andere Purpura-Formen gedacht werden.

6 Diagnostik

Die Diagnose wird häufig aufgrund der typischen Klinik gestellt.

7 Therapie

Wenn möglich, sollte das auslösende Agens eliminiert werden, was häufig jedoch nicht möglich ist. An den Beinen wird eine Kompressionsbehandlung durchgeführt sowie lokal mit Kortikosteroiden behandelt. Bei Ausbreitung der Erkrankung auf den Stamm wird die Erkrankung mit PUVA therapiert.

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Fachgebiete: Dermatologie

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