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Acne aestivalis

Synonym: Mallorca-Akne, Frühjahrsakne, Sommerakne
Englisch: mallorca acne

1 Definition

Als Acne aestivalis bezeichnet man eine Erkrankung der Talgdrüsenfollikel der Haut. Sie führt zur Bildung von Knötchen und Pusteln in sonnenexponierten Hautarealen und betrifft überwiegend Frauen.

2 Pathogenese

Die meisten akneiformen Dermatosen, wie auch die Acne aestivalis, entstehen durch Okklusion des Follikelinfundibulums und eine dadurch verursachte Sekretstauung. Sie ist eine Reaktion der Haut auf UV-Strahlen. Sie befällt genetisch prädisponierte Personen und ähnelt dem Sonnenekzem (polymorphe Lichtdermatose).

3 Lokalisation

Die Acne aestivalis tritt an sonnenexponierten Arealen (Gesicht, Oberarme, Dekolleté und Rücken) auf.

4 Klinisches Bild

Typische Effloreszenzen sind follikelgebundene, akneähnliche, derbe, kleine, keratotische Papeln, die mit Juckreiz einhergehen. Die vorhandenen derben Knötchen sind komedonenfrei, entzündlich gerötet und vereinzelt abszedierend.

5 Therapie

Die UVA-Strahlenexposition und der Gebrauch von öligen Lichtschutzmitteln sollte so weit es geht vermieden werden. Ersatzweise können hydrophile Gele oder Cremes als Lichtschutz zum Einsatz kommen. Medikamentös wird zurückhaltend therapiert, da es zu einer spontanen Remission ohne Narbenbildung kommt.

5.1 Externe Therapie

Hilfreich sind Schälbehandlungen mit Aluminiumoxid oder Polydimethylsilikonharz. Bei stärkeren Verläufen können externe Therapien mit Tretinoin oder Adapalen erfolgen.

  • Rezepturbeispiel: Hydrophile Tretinoin-Creme 0,025% / 0,05% / 0,1% (NRF 11.100.) ad 30,0 g

5.2 Interne Therapie

Bei Superinfektionen gibt man systemische Antibiotika, wie z.B. Minocyclin für 3 bis 4 Wochen.

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