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Acinus

von lateinisch: acinus - Traube
Synonym: Azinus
Englisch: acinus

1 Definition

Ein Acinus ist das in etwa beerenförmige, sekretorische Endstück von Drüsen, das als funktionelle Einheit der Abscheidung des primären Sekretes dient.

Hinweis: Auch die funktionelle Einheiten anderer Organe werden als Acinus bezeichnet. Siehe: Leberazinus, Lungenazinus.

2 Morphologie

Die Acini als funktionelle Einheiten von Drüsen unterscheiden sich in ihrer Morphologie nach der Art, Beschaffenheit und dem Sekretionsmodus des Drüsengewebes. Gemeinsam ist allen Acini das Vorliegen eines Acinusgangs, der von dicht angeordneten Epithelzellen umgeben ist. Diese unterscheiden sich allerdings in ihrer Größe und Dichte je nach Drüse; das Lumen des Acinusgangs wird durch die Viskosität des abgeschiedenen Sekrets bestimmt - der Durchmesser nimmt mit steigender Zähflüssigkeit zu.

Bei gemischten, seromukösen Drüsen sitzt dem eigentlichen Acinus aus mukös sezernierenden Zellen eine Kappe seröser Drüsenzellen auf, die im histologischen Schnitt als Ebner-Halbmond bezeichnet wird.

Im Pankreas ragen einige Zellen in das Azinuslumen vor, die sich an der Bicarbonatproduktion beteiligen. Sie werden Zentroazinäre Zellen genannt.

3 Pathologie

Gelegentlich können die sekretorisch aktiven Zellen entarten. Sogenannte Azinuszellkarzinome kommen vor allem in der Glandula parotidea vor.

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Fachgebiete: Histologie

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