Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Acanthosis nigricans

Englisch: acanthosis nigricans

1 Definition

Die Acanthosis nigricans ist eine Hauterkrankung unklarer Genese, die durch eine flächige Hyperpigmentierung und Hyperkeratose - vorzugsweise der Leisten und Achselregion - gekennzeichnet ist.

2 Ursachen

Die genaue Ursache der Erkrankung ist unklar. Die Akanthosis nigricans kommt gehäuft bei Adipositas, Diabetes mellitus und anderen Endokrinopathien vor. Hier wird sie als Zeichen der Insulinresistenz gedeutet. Erhöhte Insulinspiegel führen zur vermehrten Expression von Insulinrezeptoren in den Zellen der Epidermis und verursachen dadurch wahrscheinlich ein irreguläres Wachstumsmuster.

Selten kann die Erkrankung auch paraneoplastisch im Rahmen einer Tumorerkrankung auftreten und wird dann Acanthosis nigricans maligna genannt.

3 Einteilung

  • Acanthosis nigricans benigna
  • Acanthosis nigricans maligna

4 Symptomatik

Die Veränderungen treten meist symmetrisch auf und befallen bevorzugt die Leisten- und Achselregion, sowie den Hals. Bei der paraneoplastischen Acanthosis nigricans können auch andere Regionen betroffen sein (Lippen, Hände).

Die Haut erscheint hellbraun bis grau-schwarz verfärbt und wirkt dadurch "schmutzig". Das Oberflächenrelief ist anfangs papillomatös-hyperkeratotisch vergröbert und fühlt sich samtartig an. Bei langerem Bestehen der Erkrankung nimmt die Haut einen zunehmend rauhen, verrukösen Aspekt an.

5 Therapie

Die Therapie besteht in erster Linie aus Gewichtsreduktion und ggf. Einstellung des Diabetes mellitus. Topisch können Retinoide, Harnstoffsalben und Salicylsäure-Präparate gegeben werden.

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