Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Absolutzahl

1 Definition

Die Absolutzahl spielt eine Rolle in der Labormedizin, speziell in der hämatologischen Diagnostik. Es geht darum, die Verteilung der Leukozyten-Untergruppen im Differentialblutbild nicht in Prozent, sondern als Zellzahl bezogen auf das Volumen anzugeben.

2 Hintergrund

Die Verwendung von Absolutzahlen beim Differentialblutbild wird von Fachgesellschaften seit längerem gefordert. Die Darstellung in Prozentanteilen beruht historisch auf der Methode, mit der Differentialblutbilder mikroskopisch erstellt werden, nämlich durch Auszählung von mindestens 100 Leukozyten. Sie ist aber irreführend, wenn eine Leukozyten-Untergruppe stark überrepräsentiert ist und die anderen dadurch vermindert erscheinen.

Auch bei der Retikulozytenzahl gibt es eine Entwicklung von der Angabe in Prozent der Erythrozyten zu einer Angabe bezogen auf das Blutvolumen, ebenfalls bedingt durch die Zählmethode.

Hämatologiegeräte erzeugen beim maschinellen Differentialblutbild und der Retikulozytenzählung normalerweise Absolutzahlen, die dann wieder in Prozentangaben umgerechnet werden.

Es handelt sich nicht um Absolutzahlen im mathematischen Sinne. Um die "Absolutzahl" der Leukozyten eines Patienten zu erhalten, müsste man die übliche Angabe von 5.000 Leu/µl mit dem Blutvolumen - etwa 4 l - multiplizieren und käme dann zum Beispiel auf eine absolute Leukozytenzahl von 20 x 109.

3 Beispiel

Patient mit 26.700 Leukozyten/μl bei CLL

Subgruppe Wert abs. Wert rel.
Neutrophile 4,9 Tsd/μl (norm) 18,3 % (--)
Lymphozyten 21,2 Tsd/μl (+) 79,4 % (++)
Monozyten 0,27 Tsd/μl (norm) 1 % (-)
Eosinophile 0,32 Tsd/μl (norm) 1,2 % (-)

Aufgrund der hohen Gesamtleukozytenzahl bei starker Lymphozytose erscheinen die relativen Werte der anderen Leukozyten-Untergruppen vermindert, tatsächlich sind sie völlig normal, insbesondere hat der Patient keine "Neutropenie".

4 Literatur

Jones AR, Twedt D, Hellman R. Absolute versus proportional differential leucocyte counts Clin Lab Haematol 1995;17(2):115–123.

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