Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Arteriovenöse Malformation

(Weitergeleitet von AVM)

Synonyme: AVM
Englisch: arteriovenous malformation

1 Definition

Arteriovenöse Malformationen, kurz AVM, sind Gefäßfehlbildungen, die vor allem im Bereich des ZNS und des Gesichtsschädels auftreten. Diese Konvolute stellen eine Kurzschlussverbindung zwischen Arterien und Venen dar, ohne dass Widerstandsgefäße in Form eines Kapillarbettes zwischengeschaltet sind.

2 Epidemiologie

Arteriovenöse Malformationen sind relativ selten. Die Prävalenz beträgt etwa 0,15%. Die meisten AVM befinden sich im Frontal-, Parietal- oder Temporallappen.

3 Klinik

Kleine AVM bleiben häufig klinisch stumm. Größere AVM können sich unter anderem durch folgende Symptome bemerkbar machen:

Kommt es zur Hirnblutung, treten starke Kopfschmerzen, neurologische Defizite und ggf. Bewusstlosigkeit auf. Bei der AVM ist die Lokalisation der Blutungen in der Regel an atypischen Stellen, das heißt nicht in den Basalganglien oder im Thalamus, sondern zum Beispiel in der Nähe des Kortex zu finden.

4 Diagnostik

5 Therapie

Die Behandlung einer AVM ist oft schwierig und risikoreich. Die Veränderungen der Gefäße können durch endovaskuläre Embolisation, eine mikroneurochirurgische Operation, eine Bestrahlungstherapie oder eine Kombination dieser Verfahren behandelt werden. Ziel dieser Verfahren ist die Embolisation der Gefäße, um das Blutungsrisiko zu senken.

6 Prognose

Das jährliche Risiko einer Ruptur der AVM beträgt etwa 2-4%. Die neurologischen Defizite, die durch die Blutung erworben werden, sind meist nicht reversibel.

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