Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

AO-Klassifikation

Synonym: Müller-Klassifikation

1 Definition

Die AO-Klassifikation ist ein System zur Beschreibung der Lokalisation und Beschaffenheit von Knochenbrüchen (Frakturen). Ziel dieser Klassifikation ist es, eine weltweit eindeutige Zuordnung von Frakturen, was eine standardisierte Behandlung ermöglicht.

AO steht hierbei für die Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen.

2 Aufbau

Es gibt Erweiterungen und Alternativen zur AO-Klassifikation, beispielsweise zur Beschreibung von mit Frakturen assoziierten Schäden, Frakturen bei Kindern oder Frakturen an bestimmten Körperregionen.

Bei der AO-Klassifikation werden Frakturen mit Hilfe eines fünfstelligen Codes beschrieben, der über die Lokalisation Auskunft gibt.

2.1 Körperregion, in der die Fraktur sich befindet

2.2 Frakturort innerhalb der Region

2.3 Bewertung der Fraktur

Weitere Unterpunkte (2.4 und 2.5) dienen der genaueren Bewertung der Schwere der Verletzung.

3 AO-Klassfikation wichtiger Körperregionen

3.1 Distale Humerusfraktur

3.2 Distale Unterarmfraktur

3.3 Thorakolumbale Wirbelsäulenverletzungen

3.4 Beckenfrakturen

4 AO-Klassifikation der Begleitverletzungen

Zusätzliche Begleitverletzungen einer Fraktur können nach folgender Systematik beschrieben werden:

  • I: Hautschäden
  • MT: Muskel- und Sehnenverletzungen
  • NV: Nerven- und Gefäßverletzungen

4.1 Hautverletzung bei geschlossener Fraktur

  • IC1: keine Hautverletzung
  • IC2: Kontusion ohne Hauteröffnung
  • IC3: umschriebenes Decollement
  • IC4: ausgedehntes, geschlossenes Decollement
  • IC5: Nekrose durch tiefe Kontusion

4.2 Offene Hautverletzung

  • IO1: Hautdurchspießung von innen nach außen
  • IO2: Hautdurchspießung von außen < 5 cm mit kontusionierten Rändern
  • IO3: Hautläsion > 5 cm, umschriebenes Decollement mit Randkontusion
  • IO4: Hautverlust, tiefe Kontusion, Schürfung
  • IO5: ausgedehntes Decollement

4.3 Muskel- und Sehnenverletzungen

  • MT1: keine Verletzung
  • MT2: umschriebene Muskelverletzung (auf eine Muskelgruppe beschränkt)
  • MT3: ausgedehnte Muskelbeteiligung (2 oder mehr Muskelgruppen)
  • MT4: Ausriß oder Verlust ganzer Muskelgruppen, Sehnendurchtrennungen
  • MT5: Logen- oder Crush-Syndrom

4.4 Neurovaskuläre Verletzungen

  • NV1: keine Verletzung
  • NV2: isolierte Nervenläsion
  • NV3: umschriebene Gefäßverletzung
  • NV4: kombinierte neurovaskuläre Verletzung
  • NV5: Subtotal-, Totalamputation

4.5 Luxationen

OTA (Orthopedic Trauma Association)-Klassifikation der Luxationen

  • D10: Luxation nach ventral
  • D11: nach dorsal
  • D12: nach medial
  • D13: nach lateral
  • D14: nach ventromedial
  • D15: nach ventrolateral
  • D16: nach dorsomedial
  • D17: nach dorsolateral
  • D18: Luxation in unterschiedliche Richtungen

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