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LADME-Modell

(Weitergeleitet von ADME)

Synonym: LADME-Prinzip

1 Definition

Das LADME-Modell beschreibt in der Pharmakologie die Gesamtheit aller Prozesse, welche die Konzentration eines Wirkstoffs im Körper beeinflussen.

2 Hintergrund

Das Akronym LADME steht für die Begriffe:

  • Liberation (Freisetzung)
  • Absorption (Resorption)
  • Distribution (Verteilung)
  • Metabolism (Metabolismus)
  • Excretion (Ausscheidung)

Liberation, Absorption und Distribution können unter dem Begriff der "Invasion" (Anflutung) zusammengefasst werden. Die "Elimination" (Abflutung) umfasst hingegen den Metabolismus und die Exkretion des Arzneistoffs.

Hat die Freisetzung des Wirkstoffes schon außerhalb des Körpers stattgefunden, spricht man vom "ADME-Prinzip". Zum Beispiel ist der Wirkstoff in flüssigen Darreichungsformen (Tropfen, Sprays) schon in Lösung. Auch bei Brausetabletten liegt der Wirkstoff bereits vor der Applikation gelöst vor.

3 Liberation

Unter Liberation versteht man die Freisetzung des Wirkstoffes aus der Arzneiform am Applikationsort. Ziel ist die Überführung in eine resorptionsfähige und gelöste Form. Dabei spielen beispielsweise der Zerfall der Arzneiform und die Auflösung des Wirkstoffes, die Auflösung des Trägermaterials oder die Diffusion des Arzneistoffs durch den Überzug eine Rolle. Die Liberation kann mittels eines Dissolutiontests veranschaulicht werden.

4 Absorption

Absorption bzw. Resorption beschreibt die Aufnahme des Wirkstoffes durch eine biologische Membran in die Blutbahn. Hierbei können verschiedene Resorptionsmechanismen von Bedeutung sein:

5 Distribution

Der Begriff Distribution bezeichnet die Umverteilung des Wirkstoffs zwischen dem Blutkreislauf und anderen Körperkompartimenten, wie Geweben oder Organen. Diese Vorgänge verlaufen in der Regel nach einer Reaktion 1. Ordnung. Damit eine Verteilung möglich ist, muss der Arzneistoff gelöst oder an Blutbestandteile (z.B. Proteine) gebunden vorliegen.

6 Metabolismus

Aufgenommene Arzneistoffe werden in den Enterozyten des Darms und in den Hepatozyten der Leber einer Biotransformation unterzogen. Sie erhöht die Wasserlöslichkeit und damit die Ausscheidungsfähigkeit der Substanzen. Man unterteilt sie in zwei Phasen. In der ersten Phase kommt es zu einer Oxidation, Reduktion oder Hydroxylierung des Wirkstoffs durch das Cytochrom P450-System. In der zweiten Phase wird der Wirkstoff mit anderen Molekülkomponenten konjugiert, z.B. acetyliert, glucuronidiert oder an Aminosäuren gekoppelt.

7 Exkretion

Der unveränderte Wirkstoff kann über die Niere, Galle, Darm, Lunge, Haut und Speichel aus dem Körper ausgeschieden werden. Wird der Wirkstoff hingegen zunächst biotransformiert und anschließend ausgeschieden, spricht man von "Elimination".

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