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Influenza-A-(H5N1)-Virus

(Weitergeleitet von A-H5N1)

Synonyme: Influenza-A/H5N1-Virus, A-H5N1, H5N1-Virus

1 Definition

Das Influenza-A-(H5N1)-Virus ist ein hoch pathogenes, aviäres Influenzavirus aus der Familie der Orthomyxoviren. Es ist ein Subtyp des Influenzavirus und der Erreger der Influenza-A-(H5N1), auch bekannt als "Vogelgrippe".

2 Morphologie

Wie andere Influenza A-Viren besteht das Influenza-A-(H5N1)-Virus aus einer Virushülle und dem Nukleokapsid, das die Erbinformation (Genom) des Virus beherbergt. Seine Form ist sphärisch bis ovoid. Der Durchmesser des Virus liegt zwischen 80 und 120 nm.

2.1 Virushülle

Das Influenza-A-(H5N1)-Virus besitzt eine Lipidhülle, an deren Innenseite eine Schicht aus Matrixproteinen angrenzt. Aus der Virushülle ragen als so genannte "Spikes" 2 Glykoproteine hervor, die dem Virus helfen, in Körperzellen einzudringen bzw. sich nach erfolgreicher Vermehrung wieder von ihnen zu lösen. Sie sind damit entscheidend für die Pathogenität des Virus:

Bei den Influenza-A-Viren sind 16 verschiedene Formen von Hämagglutininen (H1-H16) und 9 verschiedene Formen von Neuraminidasen (N1-N9) bekannt. Sie werden zur systematischen Benennung der Viren herangezogen werden. Das Influenza-A-(H5N1)-Virus ist also ein Subtyp des Influenza-A-Virus, der die Hämagglutinin-Variante 5 und Neuraminidase-Variante 1 aufweist.

2.2 Nukleokapsid

Das Nukleokapsid enthält die Erbinformation des Influenza-A-(H5N1)-Virus, also die "Bauanleitung" für die Virusproteine. Sie liegt in Form eines helikal gewundenen RNA-Strangs vor, genauer gesagt als so genannte Minusstrang-RNA ("ss(-)RNA"), und besteht aus 8 Ribonukleinsäure-Segmenten. "Minusstrang" bedeutet, dass zuerst eine Transkription erfolgen muss, damit eine translationsfähige RNA ("Plusstrang-RNA") entsteht, die in der infizierten Zelle zur Virusproduktion führt. Diese Transkription wird durch ein Funktionsprotein ermöglicht, das in das Virus eingebaut ist: die Polymerase (Replikase).

3 Eigenschaften

Das Influenza-A-(H5N1)-Virus ist relativ labil und hat außerhalb des Wirtskörpers eine Halbwertzeit von nur wenigen Stunden, die abhängig von der Temperatur und Feuchtigkeit der Umgebung ist. Das Virus ist empfindlich gegenüber Austrocknung und - bedingt durch seine Lipidhülle - Seifenlösungen.

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Fachgebiete: Virologie

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